Exekutivdienst

Der Personalstand des Exekutivdienstes beträgt 32.500 VBÄ. In dieser Zahl sind neben der Polizei auch rund 3.300 Beamtinnen und Beamte der Justizwache enthalten. Im Vordergrund der Polizeiarbeit stehen Kriminalitätsbekämpfung, Kriminalprävention sowie Aufgaben im Bereich der Verkehrssicherheit. Bei Gefahr in Verzug schnellstmöglich vor Ort professionelle Hilfe leisten zu können, ist eines der Hauptziele. Weitere wichtige, wenn auch kleinere Gruppen innerhalb der Exekutive sind hoch spezialisierte Bedienstete, wie das Einsatzkommando Cobra oder die Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA).Die Hauptaufgabe der Justizwachebeamtinnen und Justizwachebeamte hingegen ist die Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit in den Gefängnissen.

Grundlegendes zum Exekutivdienst


Der Personalstand des Exekutivdienstes beträgt 32.529 VBÄ. In dieser Zahl sind neben der Polizei auch 3.278 Beamtinnen und Beamte der Justizwache enthalten.

Zu den wichtigsten Bereichen der Polizeiarbeit zählen die Kriminalitätsbekämpfung, die Kriminalprävention sowie Aufgaben im Bereich der Verkehrssicherheit. Eines der Hauptziele der Polizei ist es, bei Gefahr im Verzug schnellstmöglich professionelle Hilfe vor Ort leisten zu können.

Der Exekutivdienst erfordert eine Ausbildung, die in keiner „zivilen“ Schule unterrichtet wird. Zwar haben die meisten Exekutivbeamtinnen und Exekutivbeamten eine zivile Ausbildung (Lehre, Matura,…) abgeschlossen, die eigentliche polizeiliche Ausbildung erhalten sie jedoch bundesintern. Die Grundausbildung zur Exekutivbeamtin oder zum Exekutivbeamten erfolgt in einem von elf über das Bundesgebiet verteilten Bildungszentren und dauert 24 Monate. Um in die Ausbildung aufgenommen zu werden, ist es notwendig eine Aufnahmeprüfung zu bestehen. Dabei werden sowohl die persönliche als auch die fachliche Eignung getestet. Wichtige Ausbildungsschwerpunkte sind neben dem Einsatztraining, welches auf die konkrete polizeiliche Tätigkeit vorbereitet, auch ein umfangreiches Rechtswissen und Persönlichkeitsbildung. Während ihrer Ausbildung stehen die Exekutivbediensteten in einem vertraglichen Dienstverhältnis, sind also noch keine Beamtinnen und Beamte. Um dieser Gruppe auch nach Abschluss der Ausbildung die Möglichkeit zu geben, ihr Wissen und ihre Erfahrung zu verbreitern, wurde 2008 die Versetzbarkeit innerhalb der ersten zwei Jahre ihres Dienstes vereinfacht. Die Versetzung, die innerhalb des jeweiligen Bundeslandes möglich ist, stellt ein erweitertes Training im Rahmen der praktischen Ausbildung dar, das den Sinn hat, die Bediensteten mit den unterschiedlichsten beruflichen Anforderungen und Realitäten zu konfrontieren. Wichtige, wenn auch kleinere Gruppen innerhalb der Exekutive, sind hoch spezialisierte Bedienstete, wie das Einsatzkommando Cobra, ein Sonderkommando das in Situationen mit höchstem Gefährdungspotenzial zum Einsatz kommt. In diesem Zusammenhang ist auch die Einsatzeinheit WEGA (vom früheren Namen Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung) anzuführen. Dieser Einheit obliegt zum Beispiel die bundesweite Unterstützung bei Einsätzen, die bereits im Vorfeld als (potenziell) unfriedlich einzustufen sind und das Einschreiten besonders ausgebildeter und ausgerüsteter Einheiten erfordern.

Die Mehrheit der Exekutivbeamtinnen und Exekutivbeamte sind Bedienstete des Innenressorts. Die rund 3.278 Justizwachebeamtinnen und Justizwachebeamte, deren Hauptaufgabe die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung in den Justizanstalten (Gefängnissen) ist, sind im Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz tätig. Zu ihrem Aufgabengebiet gehört auch die Betreuung und Beschäftigung der Insassinnen und Insassen. Damit soll deren Resozialisierung erleichtert und die Rückfallquote minimiert werden.

Daten und Fakten

Das Durchschnittsalter der Exekutivbeamtinnen und Exekutivbeamten beträgt 42,3 Jahre. Der Frauenanteil beträgt 17,3 Prozent, was eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (16,4 Prozent) bedeutet. Gerade im Bereich der Exekutive steigt der Frauenanteil besonders stark und hat sich innerhalb des letzten Jahrzehnts mehr als verdoppelt.

Der Teilbeschäftigtenanteil ist in dieser Berufsgruppe mit 4,8 Prozent nach wie vor gering. Grund dafür ist der vergleichsweise hohe Männeranteil und die Tatsache, dass Männer seltener Teilzeit in Anspruch nehmen.

Exekutivdienst

 GesamtMännerFrauen
Personalstand zum 31.12.2018*32.52927.2225.307
durchschnittliches Alter**42,343,934,5
Beamtenanteil**87,9%89,6%79,2%
Teilbeschäftigtenanteil**4,8%1,7%19,4%
Frauenanteil**17,3%--

Anmerkungen zur Tabelle:
* in VBÄ
** auf Basis von Köpfen

Einkommen

Das mittlere Bruttojahreseinkommen von Exekutivbeamtinnen und Exekutivbeamten beträgt € 51.319. Wie alle Einkommen von Bundesbediensteten setzt es sich aus dem Grundgehalt, Zulagen und Nebengebühren zusammen. Im Unterschied zu anderen Berufsgruppen machen im Exekutivdienst Zulagen und Nebengebühren einen besonders hohen Anteil am Einkommen aus. Das hängt mit Wochenenddiensten, Nachtdiensten, den zahlreichen Überstunden sowie den besonderen Gefahren und anderen Erschwernissen zusammen, die die Arbeit der Exekutive mit sich bringt.

Pensionseinkommen

16.036 Exekutivbeamtinnen und Exekutivbeamte befanden sich 2018 im Ruhestand. Ihr mittleres Bruttojahreseinkommen liegt bei € 38.606. Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter dieser Berufsgruppe liegt mit 59,8 Jahren unter dem Bundesdurchschnitt, da viele Exekutivbeamtinnen und Exekutivbeamte vorzeitig bzw. aufgrund von Dienstunfähigkeit in den Ruhestand treten. Der Anteil der Pensionierungen aufgrund von Dienstunfähigkeit ist allerdings seit 2005 von 69 Prozent auf 21 Prozent zurückgegangen. Das hat dazu beigetragen, dass das Pensionsantrittsalter des Exekutivdienstes im gleichen Zeitraum um 5,5 Jahre gestiegen ist.