Lehrpersonen

Lehrpersonen unterstützen und stärken die persönliche Entwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler. Ihre Aufgabe ist es, Fachwissen zu vermitteln und den Lernprozess aller Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern und fordern. Die rund 40.000 Bundeslehrpersonen (in VBÄ) unterrichten an allgemeinbildenden höheren Schulen, berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, Neuen Mittelschulen, sowie an den pädagogischen Hochschulen. Sie unterrichten in rund 2.200 Schulen über 600.000 Schülerinnen, Schüler und Studierende.

Grundlegendes

Die Personalkapazität der Bundeslehrpersonen und der Bundeshochschullehrpersonen beträgt 39.977 VBÄ. Sie unterrichten in rund 2.200 Schulen 7 sowie an den 13 Pädagogischen Hochschulen knapp 600.000 Schülerinnen und Schüler sowie Studierende (Schuljahr 2018/19). Etwa 6.850 Bundeslehrpersonen (VBÄ) unterrichten als sogenannte „lebende Subventionen“ an Privatschulen. 98,7 Prozent der Lehrpersonen fallen in den Zuständigkeitsbereich des Bildungsressorts. Dem Verantwortungsbereich des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus unterliegen zwölf land- und forstwirtschaftliche Lehranstalten und die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, an denen rund 1,3 Prozent der Bundeslehrpersonen und der Bundeshochschullehrpersonen unterrichten.

Neben den Bundeslehrpersonen gibt es etwa gibt es rund 67.800 Landeslehrpersonen, die an Pflichtschulen, also Volksschulen, Hauptschulen, Neuen Mittelschulen, Sonderschulen, Polytechnischen Schulen und berufsbildenden Pflichtschulen (Berufsschulen) arbeiten. Diese sind zwar Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer der Länder, der Personalaufwand wird aber im Rahmen des Finanzausgleichs vom Bund getragen.

Daten und Fakten

Lehrpersonen

AnteilGesamtMännerFrauen
Personalstand zum 31.12.2018*39.97716.34323.634
durchschnittliches Alter**47,348,546,5
Beamtenanteil**19,7%21,3%18,5%
Teilbeschäftigtenanteil**33,4%23,7%39,8%
Frauenanteil**60,1%--

* in VBÄ
** auf Basis von Köpfen

19,7 Prozent der Lehrpersonen sind Beamtinnen und Beamte, die übrigen 80,3 Prozent stehen in einem vertraglichen Dienstverhältnis. Die Lehrpersonen sind eine jener Berufsgruppen, in denen es eine vertragliche Alternative zum öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis gibt. Aufgrund des geltenden Pragmatisierungsstopps sinkt der Beamtenanteil daher kontinuierlich.

Das Durchschnittsalter der Bundeslehrpersonen ist relativ hoch. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sie nach Absolvierung des Universitätsstudiums bei Berufseintritt bereits deutlich über 20 Jahre alt sind. Darüber hinaus befindet sich ein großer Teil der Lehrpersonen in hohen Altersgruppen.

Der Frauenanteil in der Berufsgruppe der Lehrpersonen ist mit 60,1 Prozent der höchste aller Berufsgruppen. Die mit 33,4 Prozent hohe Teilbeschäftigtenquote ist damit sicher in Zusammenhang zu sehen, wenngleich auch die Teilbeschäftigtenquote der männlichen Lehrer mit 23,7 Prozent überdurchschnittlich hoch ist.

Einkommen

Bei der Betrachtung des mittleren Einkommens ist die hohe Teilbeschäftigtenquote zu berücksichtigen. Ein Viertel der Lehrpersonen verdient im Jahr 2018 weniger als € 33.800, ein Viertel verdient mehr als € 71.553. Die Hälfte der Einkommen liegt zwischen diesen beiden Werten, das mittlere jährliche Einkommen beträgt € 52.490.

Pensionseinkommen

19.147 pensionierte Lehrpersonen beziehen ihre Pension vom Bund, da sie Beamtinnen und Beamte sind. Die mittlere Pension im Jahr 2018 beträgt € 58.810. Die Hälfte der Pensionen liegt im Bereich von € 49.466 bis € 66.829 jährlich, jeweils 25 % der Lehrerpensionen liegen niedriger bzw. höher. Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter der Lehrpersonen liegt bei 63,4 (2017: 62,8) Jahren.