Lehrpersonen

Lehrpersonen unterstützen und stärken die persönliche Entwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler. Ihre Aufgabe ist es, Fachwissen zu vermitteln und den Lernprozess aller Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern und fordern. Die rund 40.000 Bundeslehrpersonen (in VBÄ) unterrichten an allgemeinbildenden höheren Schulen, berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, Neuen Mittelschulen, sowie an den pädagogischen Hochschulen. Sie unterrichten in rund 2.200 Schulen über 550.000 Schülerinnen, Schüler und Studierende.

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Grundlegendes

Die Personalkapazität der Bundeslehrerinnen und Bundeslehrer beträgt 39.864 VBÄ. Sie unterrichten in rund 2.200 Schulen (Diese Zahl beruht auf der Anzahl der Schultypen inkl. Neuer Mittelschule - nicht der Schulstandorte.) über 550.000 Schülerinnen und Schüler und Studierende (Schuljahr 2013/14). Etwa 6.900 (VBÄ) Bundeslehrerinnen und Bundeslehrer unterrichten an Privatschulen. 99 Prozent der Lehrpersonen fallen in den Zuständigkeitsbereich des Bildungsressorts. Dem Verantwortungsbereich des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft unterliegen zwölf Land- und Forstwirtschaftliche Lehranstalten und die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, an denen rund 1 Prozent der Bundeslehrpersonen unterrichtet.

Neben den Bundeslehrpersonen gibt es etwa gibt es rund 67.800 Landeslehrpersonen, die an Pflichtschulen, also Volksschulen, Hauptschulen, Neuen Mittelschulen, Sonderschulen, Polytechnischen Schulen und berufsbildenden Pflichtschulen (Berufsschulen) arbeiten. Diese sind zwar Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer der Länder, der Personalaufwand wird aber im Rahmen des Finanzausgleichs vom Bund getragen.

Daten und Fakten

Lehrpersonen

AnteilGesamtMännerFrauen
Personalstand zum 31.12.2017*39.86416.39123.474
durchschnittliches Alter**47,348,646,4
Beamtenanteil**21,9%23,8%20,5%
Teilbeschäftigtenanteil**33,0%23,3%39,6%
Frauenanteil** 59,8%--

* in VBÄ
** auf Basis von Köpfen

22 Prozent der Lehrpersonen sind Beamtinnen und Beamte, die übrigen 78 Prozent stehen in einem vertraglichen Dienstverhältnis. Die Bundeslehrerinnen und Bundeslehrer sind eine jener Berufsgruppen, in denen es eine vertragliche Alternative zum öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis gibt. Aufgrund des geltenden Pragmatisierungsstopps sinkt der Beamtenanteil daher kontinuierlich.

Das Durchschnittsalter der Bundeslehrerinnen und Bundeslehrer ist relativ hoch. Dies ist einerseits darauf zurückzuführen, dass sie nach Absolvieren des Universitätsstudiums bei Berufseintritt bereits deutlich über 20 Jahre alt sind. Darüber hinaus befindet sich ein großer Teil der Lehrerschaft in hohen Altersgruppen.

Der Frauenanteil in der Berufsgruppe der Lehrerinnen und Lehrer ist mit 59,8 Prozent der höchste aller Berufsgruppen. Die mit 33,0 Prozent hohe Teilbeschäftigtenquote ist damit sicher in Zusammenhang zu sehen, wenngleich auch die Teilbeschäftigtenquote der männlichen Lehrer mit 23,3 Prozent überdurchschnittlich hoch ist.

Einkommen

Bei der Betrachtung des mittleren Einkommens ist die hohe Teilbeschäftigtenquote zu berücksichtigen. Ein Viertel der Lehrpersonen verdiente im Jahr 2017 weniger als € 33.304, ein Viertel verdiente mehr als € 70.886. Die Hälfte der Einkommen liegt zwischen diesen beiden Werten, das mittlere jährliche Einkommen beträgt € 52.105.

Pensionseinkommen

18.659 pensionierte Lehrpersonen beziehen ihre Pension vom Bund, da sie Beamtinnen und Beamte sind. Die mittlere Pension im Jahr 2017 beträgt € 58.459. Die Hälfte der Pensionen liegt im Bereich von € 48.926 bis € 66.857 jährlich, jeweils 25% der Lehrerpensionen liegen niedriger bzw. höher. Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter der Lehrpersonen liegt bei 62,8 (2016: 62,7) Jahren.