Lehrpersonen

Lehrerinnen und Lehrer unterstützen und stärken die persönliche Entwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler. Ihre Aufgabe ist es, Fachwissen zu vermitteln und den Lernprozess aller Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern und fordern. Die rund 39.000 Bundeslehrerinnen und Bundeslehrerehrer (in VBÄ) unterrichten an allgemeinbildenden höheren Schulen, berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, Neuen Mittelschulen, sowie an den pädagogischen Hochschulen. Sie unterrichten in rund 2.200 Schulen über 550.000 Schülerinnen, Schüler und Studierende.

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Grundlegendes

Die Personalkapazität der Bundeslehrerinnen und Bundeslehrer beträgt 39.282 VBÄ. Sie unterrichten in rund 2.200 Schulen (Diese Zahl beruht auf der Anzahl der Schultypen inkl. Neuer Mittelschule - nicht der Schulstandorte.) über 550.000 Schülerinnen und Schüler und Studierende (Schuljahr 2013/14). Etwa 6.900 (VBÄ) Bundeslehrerinnen und Bundeslehrer unterrichten an Privatschulen. 99 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer fallen in den Zuständigkeitsbereich des Bildungsressorts. Dem Verantwortungsbereich des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft unterliegen zwölf Land- und Forstwirtschaftliche Lehranstalten und die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, an denen rund 1 Prozent der Bundeslehrerinnen und Bundeslehrer unterrichtet.

Neben den Bundeslehrerinnen und Bundeslehrern gibt es etwa doppelt so viele Landeslehrerinnen und Landeslehrer, die an Pflichtschulen, also Volksschulen, Hauptschulen, Neuen Mittelschulen, Sonderschulen, Polytechnischen Schulen und berufsbildenden Pflichtschulen (Berufsschulen) arbeiten. Diese sind zwar Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer der Länder, der Personalaufwand wird aber im Rahmen des Finanzausgleichs vom Bund getragen.

Daten und Fakten

Lehrerinnen und Lehrer
AnteilGesamtMännerFrauen
Personalstand zum 31.12.2015*39.28216.28522.997
durchschnittliches Alter**47,348,546,4
Beamtenanteil**26,0 %28,4 %24,2 %
Teilbeschäftigtenanteil**32,3 %22,3 %39,1 %
Frauenanteil** 59,6 %--

* in VBÄ
** auf Basis von Köpfen

26 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer sind Beamtinnen und Beamte, die übrigen 74 Prozent stehen in einem vertraglichen Dienstverhältnis. Die Bundeslehrerinnen und Bundeslehrer sind eine jener Berufsgruppen, in denen es eine vertragliche Alternative zum öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis gibt. Aufgrund des geltenden Pragmatisierungsstopps sinkt der Beamtenanteil daher kontinuierlich.

Das Durchschnittsalter der Bundeslehrerinnen und Bundeslehrer ist relativ hoch. Dies ist einerseits darauf zurückzuführen, dass sie nach Absolvieren des Universitätsstudiums bei Berufseintritt bereits deutlich über 20 Jahre alt sind. Darüber hinaus befindet sich ein großer Teil der Lehrerschaft in hohen Altersgruppen.

Der Frauenanteil in der Berufsgruppe der Lehrerinnen und Lehrer ist mit 59,6 Prozent der höchste aller Berufsgruppen. Die mit 32,3 Prozent hohe Teilbeschäftigtenquote ist damit sicher in Zusammenhang zu sehen, wenngleich auch die Teilbeschäftigtenquote der männlichen Lehrer mit 22,3 Prozent überdurchschnittlich hoch ist.

Einkommen

Bei der Betrachtung des mittleren Einkommens ist die hohe Teilbeschäftigtenquote zu berücksichtigen. Ein Viertel der Lehrerinnen und Lehrer verdient weniger als € 32.808, ein Viertel verdient mehr als € 68.838. Die Hälfte der Einkommen liegt zwischen diesen beiden Werten, das mittlere Einkommen beträgt € 51.166.

Pensionseinkommen

17.947 pensionierte Lehrerinnen und Lehrer beziehen, da sie Beamtinnen und Beamte sind, ihre Pension vom Bund. Die mittlere Pension beträgt € 57.634. Die Hälfte der Pensionen liegt im Bereich von € 48.210 bis € 65.720, jeweils 25 Prozent der Lehrerpensionen liegen niedriger bzw. höher. Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter der Lehrerinnen und Lehrer liegt bei 62,5 Jahren.