Militärischer Dienst

Die 13.453 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (in VBÄ) im militärischen Dienst nehmen Sicherheitsaufgaben wahr. Sie führen erforderlichenfalls Assistenzeinsätze an den Grenzen durch oder leisten – etwa bei Hochwässern oder Lawinenabgängen – Katastrophenhilfe. 1.102 Soldatinnen und Soldaten (Stand Dezember 2016) sind im Rahmen von Friedenssicherungsmissionen mit UNO-Mandat im Einsatz.

Siehe auch: Gabriel Daniele im Interview.
Video: © Whatchado

Grundlegendes

In Anlehnung an die Reformvorschläge der Bundesheerreformkommission wurden weitere Schritte gesetzt, um das Bundesheer in personeller und struktureller Hinsicht auf den neuen Schwerpunkt des internationalen Krisenmanagements vorzubereiten. Die Aufgaben im Rahmen des internationalen Krisenmanagements werden vor allem von den sogenannten „KIOP“ (Kräfte für Internationale Operationen) wahrgenommen. Als ein Teil der „KIOP“ zeichnen sich die Kaderpräsenzeinheiten (KPE) durch einen besonders hohen Bereitschaftsgrad aus, d.h., dass sie bei Bedarf innerhalb weniger Tage zur Entsendung ins Krisengebiet bereit sein müssen.

Ein Teil der Kaderpräsenzeinheiten zählt zum vertraglichen Personal des Bundes, was insofern eine Besonderheit darstellt, als die Bediensteten der Berufsgruppe Militärischer Dienst üblicherweise Beamtinnen und Beamte sind. Basis ist ein auf drei Jahre befristeter Sondervertrag mit Verlängerungsoption. Neben dem hohen Bereitschaftsgrad zeichnen sich diese Soldatinnen und Soldaten durch eine, auf die Anforderungen des Auslandseinsatzes abgestimmte, Ausbildung aus. Diesen hohen Anforderungen wird durch ein eigenes Entlohnungssystem Rechnung getragen. Am 31.12.2016 betrug die Zahl der vertraglich beschäftigten KPE-Soldatinnen und -Soldaten 1.034.

Daten und Fakten

Militärischer Dienst

AnteilGesamtMännerFrauen
Personalstand zum 31.12.2016*13.45313.176277
durchschnittliches Alter**43,343,532,7
BeamtInnenanteil**90,8 %90,9 %85,8 %
Teilbeschäftigtenanteil**1,5 %1,3 %11,6 %
Frauenanteil**2,2 %--

* in VBÄ
** auf Basis von Köpfen

Das Durchschnittsalter des Militärischen Dienstes ist mit 43,3 Jahren im Vergleich zu anderen Berufsgruppen relativ niedrig, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass der Eintritt in den Militärischen Dienst meist schon nach dem Grundwehrdienst erfolgt.

Die Laufbahnplanung hat in dieser Berufsgruppe einen hohen Stellenwert, sodass, je nach Karrierepfad, die Absolvierung der Heeres- und Unteroffiziersakademie bzw. der Theresianischen Militärakademie für angehende Offizierinnen und Offiziere vorgesehen ist. Frauen- und Teilbeschäftigtenanteil sind im Militärischen Dienst niedrig. Seit der Öffnung der militärischen Laufbahn für Frauen im April 1998 steigt ihr Anteil jedoch stetig an.

Einkommen

25 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Militärischen Dienstes verdienen weniger als € 37.277, 25 Prozent mehr als € 54.385. Die Jahreseinkommen der übrigen 50 Prozent liegen zwischen diesen beiden Werten. Das Medianeinkommen liegt bei € 44.669.

Pensionseinkommen

Das mittlere Pensionseinkommen im Militärischen Dienst liegt bei 38.000. 25 Prozent der Pensionistinnen und Pensionisten der Berufsgruppe des Militärischen Dienstes erhalten eine Pension von weniger als € 34.556, 25 Prozent der Pensionen liegen über € 43.933.

Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter der Berufsgruppe Militärischer Dienst liegt mit 51,8 Jahren unter dem Bundesdurchschnitt.