Monitoring der Beamtenpensionen im Bundesdienst 2016

Die Anzahl der Neupensionierungen der Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten ist mit 1.699 im Jahr 2015 im Bundesdienst um 10 Prozent gesunken. Dieser Rückgang ist insofern beachtlich, als bereits 2014 ein starker Rückgang von 53 Prozent zu verzeichnen war. Der Grund dafür liegt, wie schon 2014, bei dem erschwerten Zugang zur Langzeitbeamtenregelung ("Hacklerregelung"). Die Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten traten 2015 mit durchschnittlich 61,2 Jahren in den Ruhestand. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Pensionsantrittsalter somit um 0,3 Jahre angestiegen.

Neupensionierungen und Antrittsalter im Zeitverlauf

Bundesdienst

Die Pensionsantritte sind in fast allen Berufsgruppen gesunken. Einen besonders starken Rückgang der Pensionierungen gab es bei den Lehrpersonen (-97) und dem Verwaltungsdienst (-94). Im Exekutivdienst hat die stärkere Inanspruchnahme der Schwerarbeiterregelung bzw. der Korridorpension zu einer Steigerung der Neupensionierungen um 48 geführt. Gleichzeitig ist in dieser Berufsgruppe mit 1,0 Jahren der zweithöchste Anstieg des Antrittsalters zu beobachten.

Antrittsalter nach Berufsgruppe und Antrittsalter im Bund durchschnittlich 2015

Verwaltungsdienst

Pensionsantritte: Die Pensionsantritte im Verwaltungsdienst sind im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zurückgegangen. Die vorzeitigen Pensionierungen haben sich mit 131 mehr als halbiert und sind anteilsmäßig mit 28 Prozent die zweitniedrigsten im Bundesdienst.

Pensionsantrittsalter: Das Antrittsalter liegt bei 60,6 Jahren. Der Rückgang von 0,5 Jahren ist auf die Reduktion des Durchschnittsalters (-0,7 Jahre) und der erhöhten Inanspruchnahme bei den Dienstunfähigkeitspensionen zurückzuführen (+35). Bei allen anderen Pensionierungsgründen ist das Antrittsalter gestiegen. Vor allem das Antrittsalter bei den vorzeitigen Pensionierungen ist überdurchschnittlich stark um 1,1 Jahre angestiegen.

Verwaltungsdienst

Exekutivdienst

Pensionsantritte: Der Exekutivdienst ist die einzige Berufsgruppe, in der die Neupensionierungen im Vergleich zum Vorjahr (+48) leicht angestiegen sind. Der Grund dafür ist die verstärkte Inanspruchnahme der Schwerarbeiterregelung und Korridorpension. Die Pensionierungen aufgrund der Dienstunfähigkeit sind um 25 bzw. 12 Prozent gesunken.

Pensionsantrittsalter: Der Exekutivdienst stellt jene Berufsgruppe im Bundesdienst dar, die mit 59,0 Jahren das niedrigste Pensionsantrittsalter aufweist. Dies ist vorwiegend auf die körperlichen Belastungen dieser Berufsgruppe zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Antrittsalter der gesamten Berufsgruppe jedoch überdurchschnittlich um 1,0 Jahre angestiegen, das der Frauen um 1,9 Jahre.

Exekutivdienst

Lehrpersonen

Pensionsantritte: Wie im Vorjahr ist der stärkste Rückgang der Pensionsantritte bei den Lehrpersonen zu verzeichnen (-97). Das entspricht einer Reduktion von 18 Prozent.

Pensionsantrittsalter: Lehrpersonen weisen mit 62,5 Jahren (+0,3) das zweithöchste Pensionsantrittsalter im Bundesdienst auf. Die Differenz zwischen dem Pensionsantrittsalter von Männern und Frauen ist mit 0,8 Jahren bei dieser Berufsgruppe am kleinsten.

Lehrpersonen

Militärischer Dienst

Pensionsantritte: Im Militärischen Dienst ist die Anzahl der vorzeitigen Pensionierungen um 37 bzw. 56 Prozent zurückgegangen.

Pensionsantrittsalter: Der Militärische Dienst weist mit 59,7 Jahren das zweitniedrigste Pensionsantrittsalter im Bundesdienst auf. Ähnlich wie beim Exekutivdienst ist dies durch körperliche Belastungen erklärbar. Die Reduktion von 0,5 Jahren ist auf den gestiegenen Anteil der Dienstunfähigkeitspensionen zurückzuführen.

Militärischer Dienst

Richterinnen und Richter und Staatsanwältinnen und Staatsanwälte

Pensionsantritte: Der Großteil (67 Prozent) der Richterinnen und Richter und Staatsanwältinnen und Staatsanwälte tritt mit Erreichen des gesetzliches Pensionsantrittsalters (oder älter) die Pension an.

Pensionsantrittsalter: Richterinnen und Richter und Staatsanwältinnen und Staatsanwälte weisen mit 64,1 Jahren das höchste Pensionsantrittsalter im Bundesdienst auf. Der Anstieg zu 2014 ist mit 1,1 Jahren bundesweit am höchsten. Das Antrittsalter der Frauen ist um 1,4 Jahre angestiegen.

Richterinnen/Richter und Staatsanwältinnen/Staatsanwälte

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