Teilbeschäftigung

28,9 Prozent der österreichischen Erwerbstätigen (inklusive öffentlich Bedienstete) sind teilbeschäftigt (Durchschnitt 2016). Verglichen damit, ist die Teilbeschäftigung im Bundesdienst mit 17,7 Prozent relativ niedrig.

Bis 2004 war ein Anstieg der Teilbeschäftigung zu verzeichnen. Nach einem schwachen Rückgang im Jahr 2006 steigt der Anteil der teilbeschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder kontinuierlich an und erreicht im Jahr 2015 den bisherigen Höchstwert. Vertragsbedienstete sind deutlich häufiger als BeamtInnen teilbeschäftigt. Ihre Teilzeitquote beträgt derzeit 28,8%.

Teilbeschäftigung nach Dienstverhältnis

Teilbeschäftigung nach Dienstverhältnis

Mit Vertragsbediensteten kann jedes beliebige Beschäftigungsausmaß vereinbart werden. Bei Beamtinnen und Beamten ist ein Beschäftigungsausmaß von weniger als 50 Prozent nicht möglich. Eine Ausnahme von dieser Regelung, also die Möglichkeit ein Beschäftigungsausmaß von unter 50 Prozent zu vereinbaren, besteht für Beamtinnen und Beamte für jenen Zeitraum, in dem sie Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld haben.

Sabbatical

Eine besondere Form der Teilbeschäftigung ist das sogenannte Sabbatical. Es bezeichnet eine zwischen sechs und zwölf Monate dauernde Auszeit vom Berufsleben, die aber im Gegensatz zum Erholungsurlaub nicht bezahlt, sondern mit aliquoter Bezugskürzung innerhalb einer zwischen zwei und fünf Jahre dauernden Rahmenzeit verbunden ist. Die Höhe der Bezugskürzung ist abhängig von der Dauer der Rahmenzeit und der Freistellung. Eine mögliche Variante eines Sabbaticals wäre beispielsweise der Bezug von 80 Prozent des regulären Einkommens über den Zeitraum von fünf Jahren (=Rahmenzeit), verbunden mit einer einjährigen Freistellung vom Dienst. Die Freistellung kann jedoch frühestens nach einem Jahr absolvierter Rahmenzeit erfolgen. Eine Rückkehr an den ursprünglichen Arbeitsplatz ist nach Ende des Sabbaticals vorgesehen.

Bis 2007 war das Sabbatical Lehrerinnen und Lehrern vorbehalten. Seit Juli 2007 steht diese Form der Teilbeschäftigung allen Bundesbediensteten mit Ausnahme der Richterinnen und Richtern und Staatsanwältinnen und Staatsanwälten offen. Aktuell nutzen 807 Bedienstete dieses Modell.