Entwicklung des Personalstandes

Der Personalstand des Bundes konnte in den vergangenen Jahren deutlich reduziert werden. Seit 1999 ist der Personalstand des Bundes um 33.750 Bedienstete gesunken. Zum Teil haben Ausgliederungen den Personalstand verringert (-23.477), zum Teil wurde in nicht ausgegliederten Dienststellen der Personalstand reduziert (-9.864).

Personalstände 1997 bis 2016

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Die Vorgehensweise der Personaleinsparung besteht in der Formulierung von Zielwerten je Ressort. Um die Zielerreichung zu beobachten und bei unerwünschten Entwicklungen rechtzeitig gegensteuern zu können, wurde ein begleitendes Personalcontrolling eingerichtet.

Entwicklung der Personalstände in den Berufsgruppen

Im Rahmen der Konsolidierungspolitik der letzten Jahre wurden im Personalmanagement verschiedene Schwerpunkte gesetzt. Die damit im Zusammenhang stehenden Steuerungsmaßnahmen hatten unterschiedliche Wirkungen auf die Personalstände der wesentlichen Berufsgruppen, die im Folgenden näher dargestellt werden.

Die im Anschluss beschriebenen Veränderungen der Personalstände beziehen sich auf den Bundesbereich. Einsparungen, die auf Ausgliederungsmaßnahmen zurückzuführen sind, sind nicht enthalten.

Verwaltungsdienst

Der Verwaltungsdienst war von der personellen Einsparung am stärksten betroffen. Seit 1999 wurden 16,6 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr nachbesetzt. Das entspricht einer Personalreduktion von rund 9.000 VBÄ. Damit wurde der Arbeitsplatz jeder 6. Mitarbeiterin/ jedes 6. Mitarbeiters eingespart.

Aufgabenreformen, schlankere Prozessabläufe und der vermehrte Einsatz von neuen Informationstechnologien stellten Voraussetzungen für diese Entwicklung dar.

 Entwicklung des Personalstandes im Verwaltungsdienst

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Die Grafik zeigt einen punktuellen Rückgang im Jahr 2003, der auf die Inanspruchnahme eines Frühpensionsmodells mit Pensionsabschlägen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Alter von 55 plus gemäß Bundesbediensteten-Sozialplangesetz zurückzuführen ist. Dieses Modell konnte von allen Berufsgruppen in Anspruch genommen werden und war ausschließlich auf das Jahr 2003 beschränkt.

Militärischer Dienst

Auch der Militärische Dienst war in den letzten Jahren von personellen Redimensionierungsmaßnahmen betroffen. Seit 1999 wurden die Arbeitsplätze von 17,9 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr nachbesetzt. Damit beträgt die Personalreduktion 2.936 VBÄ.

Die Führungs- und Verwaltungsstrukturen wurden entsprechend dem Bericht Bundesheer 2010 und der Ergebnisse der Reorganisation 2002 angepasst. Dabei wurde besonders Bedacht darauf genommen, die Verbands- und Einheitsstärken in Anlehnung an internationale Normen und unter Bedachtnahme auf die technologische bzw. ausrüstungsmäßige Entwicklung zu dimensionieren. Eine Straffung der Grundorganisation zu Gunsten der Einsatzorganisation war dabei wesentliches Ziel.

Entwicklung des Personalstandes im Militärischen Dienst

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Exekutivdienst

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berufsgruppe Exekutivdienst sind bei der Polizei im Bundesministerium für Inneres und bei der Justizwache im Bundesministerium für Justiz tätig.

Vor Zusammenführung der Exekutivwachkörper im Bundesministerium für Inneres im Jahr 2003 waren knapp 2.000 Exekutivmitarbeiterinnen und -mitarbeiter im Bundesministerium für Finanzen. Mit Auflösung der Zollwache in der Finanz kamen 2004 rund 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in das Bundesministerium für Inneres. Die verbleibenden Zollwachebediensteten wurden in die Allgemeine Verwaltung eingegliedert.

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des Exekutivdienstes der Polizei und der Justizwache im Zeitablauf. Um Verzerrungen in der Interpretation auszuschließen, wurden die Daten der Zollwache im Bundesministerium für Finanzen vor Zusammenlegung der Wachkörper in Abzug gebracht. Der Personalstand des Exekutivdienstes von Polizei und Justizwache (exkl. Zollwache) ist seit 1999 um 4,3 Prozent bzw. rund 1290VBÄ angewachsen.

Entwicklung des Personalstandes im Exekutivdienst

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Der punktuelle Rückgang im Jahr 2003 in Höhe von 1.200 ist auf Einsparvorgaben und die Inanspruchnahme des Bundesbediensteten-Sozialplangesetzes zurückzuführen. Mit dem Transfer der Zollwachemitarbeiterinnen und -mitarbeiter 2004 ist der Personalstand wieder angewachsen. In den Jahren 2009 bis 2013 wird ein linearer Zuwachs von insgesamt 1.000 Polizistinnen und Polizisten umgesetzt. 2014 kam es zu einer weiteren Aufstockung um 151 Exekutivbediensteten. 2015 wurden zusätzlich 52 Exekutivbediensteten aufgenommen. Zur weiteren Stärkung der öffentlichen Sicherheit wurden im Jahr 2016 weitere 843 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgenommen.

Lehrpersonen

Lehrerinnen und Lehrer sind vor allem im Schulbetrieb des Unterrichtsressorts und in den land- und forstwirtschaftlichen Schulen im gleichnamigen Ressort tätig.

Vor der Ausgliederung der Universitäten waren weiters annähernd 1.000 Lehrpersonen an den Kunsthochschulen und Universitäten beschäftigt. In der folgenden Grafik wird die Entwicklung des Personalstandes der Lehrerinnen und Lehrer im Schulbetrieb ohne Lehrpersonen im ausgegliederten Hochschulbereich dargestellt. Mit dieser Vorgehensweise ist eine vergleichbare Datenbasis sichergestellt.

Im Vergleich zu 1999 ist der Personalstand der Lehrpersonen im Schulbetrieb um 10,1 Prozent bzw. rund 3.627 VBÄ angewachsen. Verschiedene Maßnahmen wie Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen bzw. der Drop-out-Rate, Nachmittagsbetreuung, gesenkte Teilungszahlen beim Fremdsprachenunterricht, Neue Mittelschule und das Anwachsen der Schülerzahlen - vor allem an den berufsbildenden höheren Schulen - haben zu mehr Bundeslehrerinnen und Bundeslehrer in den Klassenzimmern geführt.

Entwicklung des Personalstandes der Lehrerinnen und Lehrer im Schulbetrieb

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Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, sowie Richteramtsanwärterinnen und Richteramtsanwärtinnen

Der bei weitem überwiegende Anteil dieser Berufsgruppe (84,1 Prozent) ist in den Gerichten und Staatsanwaltschaften des Justizressorts tätig. Eine kleine Anzahl von Richterinnen und Richtern ist im Asylgerichtshof, der am 1.1.2014 im Bundesverwaltungsgericht aufgegangen und eine Dienststelle des Bundeskanzleramtes ist, und im Verwaltungsgerichtshof vertreten.

Im Vergleich zu 1999 ist diese Berufsgruppe um 27,5 Prozent bzw. 636 VBÄ angewachsen. Ein Grund für den Anstieg war die Neugründung des Asylgerichtshofes im Jahr 2008 mit rund 70 Richterinnen und Richtern. Des Weiteren wurde ein Schwerpunkt zur Bekämpfung von Korruption und Wirtschaftskriminalität gesetzt, der eine Verstärkung dieser Berufsgruppe erforderte.

Entwicklung des Personalstandes der Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte und Richteramtsanwärterinnen und -anwärter

Entwicklung des Personalstandes der Richter, StA und RiAA Bild vergrößern