Basiskenndaten

Die Eckdaten Österreichs vor allem in den Bereichen Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Volkswirtschaft und staatlicher Sektor dienen der Beurteilung der Gesamtwirtschaft und liefern wertvolle Hintergrundinformationen für internationale Benchmarks.

Bevölkerung und Arbeitsmarkt:

  • Einwohnerinnen und Einwohner in Tausend: 8.740
  • unselbständig Erwerbstätige in Tausend: 3.684
  • Arbeitslosigkeit (laut EUROSTAT): 5,6 Prozent

Volkswirtschaft und staatlicher Sektor:

  • BIP in Milliarden Euro: 349,3
  • Abgabenquote in Prozent des BIP: 42,7 Prozent
  • staatliche Ausgaben in Prozent des BIP: 51,1 Prozent
  • Sach- und Personalaufwand des staatlichen Sektors in Prozent des BIP: 17,8 Prozent
  • Beschäftigung im staatlichen Sektor in Tausend (Daten 2015): 684

Die Gebietskörperschaften Bund, Länder und Gemeinden

Der überwiegende Teil öffentlicher Leistungen wird in Österreich von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Gebietskörperschaft, also von Bundes-, Landes- oder Gemeindebediensteten erbracht. Deren Gesamtheit wird gemeinhin als Öffentlicher Dienst bezeichnet. Die Grenzen dieses Begriffs sind jedoch fließend, denn gerade in den letzten Jahren kam es auf allen Verwaltungsebenen zu Ausgliederungen beziehungsweise wurde die Erfüllung öffentlicher Aufgaben auf Gesellschaften, Anstalten, Fonds et cetera übertragen, von denen einige nach wie vor zum staatlichen Sektor gezählt werden können.

Gesamt 349.173 VBÄ

Personalstand Bund Länder Gemeinden

Personalstände in Vollbeschäftigtenäquivalenten, exkl. ausgegliederte Einrichtungen und Betriebe. Datenstand: Bund 31.12.2016, Länder 2016, Gemeinden 2015,                                                      
Quelle: Bund - MIS, Länder - eigene Angaben der Bundesländer auf Basis des österreichischen Stabilitätspaktes abzüglich Landeskrankenanstalten, Gemeinden - Statistik Austria

Große Aufgabenbereiche des Bundes stellen die Innere und Äußere Sicherheit, der Bildungsbereich (Bundesschulen) sowie der Finanz- und Justizbereich dar. Die Personalkapazität des Bundes betrug 2016 132.741 Vollbeschäftigtenäquivalente (VBÄ). Darüber hinaus waren rund 6.300 Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte in ausgegliederten Einrichtungen, sowie rund 12.700 in den Nachfolgegesellschaften der Post tätig.

Bei den neun Bundesländern waren 142.347, bei den 2.099 Gemeinden (ohne Wien) rund 74.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Des Weiteren waren rund 90.000 Bedienstete in Landeskrankenanstalten und rund 9.000 in sonstigen, ausgegliederten Dienststellen tätig.

Personalstand der Bundesländer

Große Bereiche der Bundesländer sind die Ämter der Landesregierungen, Bezirkshauptmannschaften, Bau- und Agrarbehörden, Straßenverwaltungen und zum Teil auch der Pflegebereich.

Die Personalstände der Bundesländer unterscheiden sich hinsichtlich Organisation und Umfang der Aufgabenwahrnehmung deutlich. Ein Beispiel sind Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen und Kindergartenhelferinnen und -helfer: Während sie in Niederösterreich zum Teil in den Personalständen des Landes enthalten sind und dort eine große Personengruppe darstellen, sind sie in anderen Bundesländern keine Landes-, sondern Gemeindebedienstete und scheinen daher nicht im Personalstand des Landes auf. Gleiches gilt für Musikschullehrerinnen und Musikschullehrer sowie Pflegebedienstete.

Eine spezielle Stellung innerhalb der Landesbediensteten nehmen Landeslehrerinnen und Landeslehrer ein. Mit rund 67.400 VBÄ stellen sie eine der größten Berufsgruppen im Öffentlichen Dienst dar. Sie sind zwar Landesbedienstete und somit in obigem Personalstand der Länder enthalten, ihr Personalaufwand wird jedoch weitestgehend vom Bund im Rahmen des Finanzausgleichs getragen. Landeslehrerinnen und Landeslehrer unterrichten an allgemeinbildenden Pflichtschulen (Volksschulen, Neuen Mittelschulen), an Berufsschulen sowie an land- und forstwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen. Der Ersatz des Personalaufwandes durch den Bund erfolgt für allgemeinbildende Pflichtschulen zu 100 Prozent bei den beiden anderen Schultypen zu 50 Prozent.

Bedienstete der Landeskrankenanstalten mit einer Personalkapazität von 90.000 VBÄ stellen hinsichtlich der Zuordnung einen Sonderfall dar und sind im Personalstand in Tabelle 1 nicht enthalten. Sie sind zwar in allen Bundesländern überwiegend Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer des Landes, die Landeskrankenanstalten haben jedoch durch diverse landesgesetzliche Regelungen in unterschiedlichem Maß Eigenständigkeit erlangt. Mit zwei Ausnahmen (Wien, Niederösterreich) sind die Landeskrankenanstalten dem ausgegliederten Bereich zuzurechnen. Darüber hinaus sind rund 09.000 Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer der Länder in sonstigen ausgegliederten Einrichtungen tätig.

Bedienstete mit Dienstverhältnis zum Land (ohne Ausgliederungen)

Bedienstete mit Dienstverhältnis zum Land (ohne Ausgliederungen)

Bedienstete mit Dienstverhältnis zum Land (Ausgegliederter Bereich)

Bedienstete mit Dienstverhältnis zum Land (Ausgegliederter Bereich)

(Personalstände in Vollbeschäftigtenäquivalenten ohne Ausbildungsverhältnisse (z.B. Lehrlinge), Vertragsbedienstete und Bedienstete auf Basis eines Kollektivvertrags; Laut Auskunft des Wiener Magistrats ist der Wiener Krankenanstaltenverbund kein eigener Rechtsträger, sondern eine "Dienststelle eigener Art". Die dort tätigen Bediensteten sind daher nicht dem ausgegliederten Bereich zuzurechnen. Ähnliches gilt für Niederösterreich. Summarische Differenzen sind auf Rundungen zurückzuführen.)