Führungs- und Organisationsverantwortung

Korruption betrifft nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Es liegt in erster Linie in der Verantwortung jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedes einzelnen Mitarbeiters der öffentlichen Verwaltung, durch ihr oder sein tägliches Verhalten klar zu machen, dass Willkür, Machtmissbrauch und Korruption in der österreichischen Verwaltung nicht an der Tagesordnung stehen. Den Führungskräften und Organisationsverantwortlichen der öffentlichen Verwaltung kommt dabei jedoch eine besondere Rolle zu. Sie fungieren in ihrem täglichen Handeln nicht nur als Vorbild gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und sanktionieren von den allgemeinen Verhaltensstandards abweichendes Verhalten, sondern schaffen im Rahmen ihrer Organisationsverantwortung auch jene Rahmenbedingungen, die dem Entstehen von Korruption möglichst entgegenwirken.

Darunter fallen etwa

  • die Schaffung klarer Zuständigkeiten, Kompetenzen und Informationsstrukturen,
  • die Schulung und Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinsichtlich jener Verhaltensstandards, die von ihnen erwartet werden,
  • die Beratung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, möglichst noch bevor "etwa passiert",
  • die Durchführung einer Risikoanalyse und die Setzung entsprechender Präventionsmaßnahmen (z. B. Rotations-Prinzip, zwingendes 4-Augen-Prinzip, interne Kontrollsysteme) oder die Schaffung
  • verbindlicher Regeln zum Verwaltungssponsoring.

Diese Maßnahmen dienen nicht nur dem Schutz der Organisation, sondern auch und vor allem jenem der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Sie wollen mehr erfahren? Dann besuchen Sie im Fachgebiet Public Management der Verwaltungsakademie des Bundes das Seminar "MS 252 Korruptionsprävention – Compliance – Integrität" (für Bedienstete des Bundes, der Länder und Gemeinden), das sich umfassend mit den Themen Führungs- und Organisationsverantwortung auseinander setzt.