Strategische Personalentwicklung im Sozialministerium

Um den Auswirkungen der Personalverknappung entgegen zu wirken und die Fachbereiche bei der Erhaltung ihrer hohen Qualitätsstandards sowie beim Wissenstransfer zwischen den Generationen zu unterstützen, wurden Konzepte entwickelt, die einen effizienten Personaleinsatz gewährleisten sollen.

Einige Strategien und Zielsetzungen tragen aus Sicht des Sozialministeriums unmittelbar, andere mittelbar zur Verlängerung der Erwerbsdauer bei. Von den Zielen und Maßnahmen im Rahmen der Gesundheitsförderung sowie im Rahmen der Evaluierung  arbeitsbedingter psychischer Belastungen erwartet sich das Sozialministerium unmittelbar positive Auswirkungen auf den Erhalt der Erwerbsfähigkeit.

Die angestrebte Erhöhung der Arbeitszufriedenheit im Allgemeinen und der Zufriedenheit mit der Unternehmenskultur und dem Führungsstil im Besonderen führen aus Sicht des Sozialministeriums aber ebenfalls zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit und –bereitschaft sowie voraussichtlich auch zu einer Verlängerung der Erwerbsdauer.

Ein weiterer Baustein einer lebensphasenorientierten Förderung der Beschäftigungsfähigkeit älter werdender Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Durch bewusste Bedachtnahme auf Lebensphasen, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärker durch familiäre Belange gefordert werden, kann einer übermäßigen Belastung derselben entgegen gewirkt werden und somit ein Beitrag zur Erhaltung der Erwerbsfähigkeit geleistet werden.

Das Sozialministerium hat konkret folgende Ziele gesetzt, die unmittelbar oder auch mittelbar zu einer Verlängerung der Erwerbsdauer führen sollen:

  • Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters durch Flexibilisierung der Arbeitszeit im Rahmen der dienstrechtlichen Möglichkeiten
  • Stärkung der Führungskompetenz und Führungsverantwortung
  • Weiterer Ausbau der Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Zielsetzungen und Strategien werden vor allem auf der Basis von Mitarbeiterbefragungen (interne Befragung zur Arbeitszufriedenheit und Vorgesetztenbeurteilung, Bundesmitarbeiterbefragung sowie Evaluierung arbeitsbedingter psychischer Belastungen) entwickelt. Interne ExpertInnen, PersonalvertreterInnen und Vertreterinnen der Fachsektionen und Dienststellen waren in die Entwicklung eingebunden. Darüber hinaus werden auch Workshops zur Identifikation des Handlungsbedarfs und zur Maßnahmenentwicklung mit am Thema interessierten MitarbeiterInnen und Führungskräften veranstaltet. Weiters wird für Führungskräfte auf Grund der in den Fragebogenerhebungen bzw. Maßnahmenworkshops ermittelten Belastungen ein eigenes Maßnahmenpaket entwickelt.

Die Projekte bzw. Maßnahmen zur Verlängerung der Erwerbsdauer aus den Bereichen Gesundheitsvorsorge, Arbeitsplatzsicherheit/-qualität, Weiterbildung/(Re-)Qualifizierung, Möglichkeit neuer Aufgaben, Arbeitszeitflexibilität, Arbeitsklima/Führungskräftesensibilisierung werden zielgruppenspezifisch angeboten und laufend evaluiert.