Betriebliche Gesundheitsförderung im Bundesdienst

Der Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird im Bundesdienst hoher Stellenwert beigemessen. Sie stellt einen der Schwerpunkte in der Zusammenarbeit der Personalentwicklerinnen und Personalentwickler des Bundes dar. Im Zentrum steht dabei die Sensibilisierung für das Thema und die Vermittlung von Qualitätskriterien eines ganzheitlichen Ansatzes der Betrieblichen Gesundheitsförderung.

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) wurde von der Europäischen Union in der "Luxemburger Deklaration zur Betrieblichen Gesundheitsförderung" (1997) definiert:

"Betriebliche Gesundheitsförderung ist eine moderne Unternehmensstrategie und zielt darauf ab, Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen (einschließlich arbeitsbedingte Erkrankungen, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und Stress), Gesundheitspotentiale zu stärken und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern."

Weiters wurden darin folgende Ziele Betrieblicher Gesundheitsförderung festgelegt:

  • gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in gesunden Unternehmen,
  • Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsbedingungen ,
  • Förderung einer aktiven Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
  • Stärkung persönlicher Kompetenzen.

Netzwerk BGF

Seit 1996 besteht das Europäische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung, dessen österreichische Kontaktstelle bei der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse angesiedelt ist. Um die Strategie betrieblicher Gesundheitsförderung auch regional zu verbreiten, wurde zu Beginn des Jahres 2000 das "Österreichische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung" gegründet.

Weiterführende Informationen zu den Aufgaben und Angeboten des Österreichischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung finden Sie in der Website des Netzwerks BGF.

Qualitätskriterien

Gesundheitsförderung im Sinne der Qualitätskriterien des Europäischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung zeichnet sich durch einen ganzheitlichen Ansatz aus und umfasst folgende Grundsätze:

  • Partizipation: Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Entwicklung und Erhaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen
  • Integration in den Alltag: Berücksichtigung der betrieblichen Gesundheitsförderung in möglichst allen wichtigen Entscheidungen und in allen Tätigkeitsbereichen
  • Ganzheitliches Gesundheitsverständnis: Berücksichtigung nicht nur körperlicher, sondern auch psycho-sozialer Faktoren
  • Systematisches Vorgehen durch Bedarfsanalyse, Prioritätensetzung, Planung, Ausführung sowie kontinuierlicher Kontrolle und Bewertung der Ergebnisse

Für die erfolgreiche Implementierung von Betrieblicher Gesundheitsförderung werden Organisationen bzw. Unternehmen nach Begutachtung durch einen internationalen Fachbeirat mit dem BGF-Gütesiegel ausgezeichnet, das jeweils für eine Laufzeit von drei Jahren vergeben wird.

BGF im Bundesdienst

Zu den im Bundesdienst implementierten gesundheitsfördernden Aktivitäten zählen neben den zahlreichen und weit gefächerten Maßnahmen zur Erhaltung der körperlichen Gesundheit auch eine Reihe von Angeboten, die die psycho-sozialen Aspekte des Wohlbefindens am Arbeitsplatz aufgreifen.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie im Bericht Gesundheitsmanagement und Fehlzeiten 2015 im Bundesdienst.