Newsletter Nummer 69 / September 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen einer vom Bundeskanzleramt Sektion III Öffentlicher Dienst und Verwaltungsinnovation und Hertie School of Governance organisierten Breakout Session beim Europäischen Forum Alpbach 2016 diskutierte ich mit Dr. Rolf Alter (OECD), Dr. Peter Grünenfelder (Avenir Suisse), Prof. Dr. Gerhard Hammerschmid (Hertie School) und Dr. Elke Löffler (Governance International) sowie zahlreichen TeilnehmerInnen, welche neuen Steuerungsformen die Lösung der wachsenden Herausforderungen an Politik, Verwaltung und Gesellschaft unterstützen.

In Alpbach wurde auch die neu erschienene Publikation "Zukunft neu denken. Die wirkungsorientierte Verwaltung bringt Österreich weiter" der Öffentlichkeit vorgestellt, die große Nachfrage fand. Autor Franziskus von Kerssenbrock beschreibt darin die wirkungsorientierte Verwaltung als Kernelement der Verwaltung des 21. Jahrhunderts, die einen neuen Grad an Transparenz gegenüber jedem und jeder Einzelnen ermöglicht. Sie können die Publikation mittels E-Mail an iii@bka.gv.at bestellen solange der Vorrat reicht.

2017 wird der Österreichische Verwaltungspreis erneut verliehen. Dieser renommierte Wettbewerb stellt innovative Projekte des Öffentlichen Dienstes in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Bei der Auftaktveranstaltung informiere ich Sie unter anderem über die erzielten Umsetzungserfolge von prämierten Projekten der vorangegangenen Wettbewerbe.

Abschließend möchte ich Sie einladen am 10. und 11. September im Rahmen der Architekturinitiative „Open House Wien“ unser Bürohaus in der Hohenstaufengasse 3 als auch unsere Ausbildungsstätte im Schloss Laudon unter fachkundiger Führung zu besichtigen.

Beste Grüße

Mag. Angelika Flatz
Sektionschefin für den Öffentlichen Dienst und Verwaltungsinnovation

Europäisches Forum Alpbach 2016 – Nachlese

Die Sektion III des Bundeskanzleramtes, war auch in diesem Jahr aktiv am Europäischen Forum Alpbach beteiligt. Bei den Technologiegesprächen präsentierte Sektionschefin Mag. Angelika Flatz das GovLabAustria (Forschungshub und Innovationslabor für den öffentlichen Sektor) im Rahmen des alljährlichen Workshops der Forschung Austria zum Thema „Wieviel Staat braucht die Forschung?“.
Bei den politischen Gesprächen diskutierte sie im Rahmen einer von Bundeskanzleramt und Hertie School of Governance veranstalteten Breakout Session mit Dr. Rolf Alter (OECD), Dr. Peter Grünenfelder (Avenir Suisse), Prof. Dr. Gerhard Hammerschmid (Hertie School) und Dr. Elke Löffler (Governance International) sowie zahlreichen TeilnehmerInnen, welche neuen Steuerungsansätze und Partizipationsformen sich zur Bewältigung wachsender Herausforderungen an Politik, Verwaltung und Gesellschaft eignen. Im Fokus der Breakout Session standen dabei die aktuell stark diskutierten Ansätze von „Collaboration & Co-Creation“ sowie „Impact“ im Sinne von wirkungsorientierter Verwaltungssteuerung und Folgenabschätzung.

Einen spannenden Einblick in die aktuelle Diskussion zu diesem Thema bietet ein in Alpbach geführtes Interview mit Prof. Dr. Hammerschmid in der Wiener Zeitung.

Rolf Alter, Leiter des Direktorats für öffentliche Verwaltung und räumliche Entwicklung der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) in Paris beschreibt die Breakout Session wie folgt: „Das Seminar des Bundeskanzleramtes und der Hertie School war exzellent, in Inhalt und Format.“

Publikation "Zukunft neu denken. Die wirkungsorientierte Verwaltung bringt Österreich weiter"

„Zukunft neu denken“, herausgegeben von der Sektion III des Bundeskanzleramtes und ab sofort im gut sortierten Buchhandel und online erhältlich, liefert einen inhaltlich umfangreichen, aber äußert kompakten und leicht leserlichen Überblick über das neue wirkungsorientierte Verwaltungskonzept Österreichs, dessen Umsetzung und Bedeutung für das Land. Die wirkungsorientierte Verwaltungssteuerung, die im Jahr 2013 in der österreichischen Bundesverwaltung eingeführt wurde, ist das Kernelement der Verwaltung des 21. Jahrhunderts: offen, nachvollziehbar, berechenbar und vorausschauend. Franziskus von Kerssenbrock liefert mit „Zukunft neu denken“ einen informativen Überblick über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der österreichischen Verwaltung. Zahlreiche Grafiken, Statements bekannter und mit der Materie vertrauter Persönlichkeiten aus allen beteiligten Bereichen sowie ein Glossar zu den Begrifflichkeiten der Wirkungsorientierung runden das Überblickswerk ab.

Start des Österreichischen Verwaltungspreises 2017

Die Sektion III des Bundeskanzleramtes schreibt im kommenden Herbst den Österreichischen Verwaltungspreis 2017 aus. Die Vorstellung der Auszeichnung erfolgt im Rahmen der Informations- und Auftaktveranstaltung zum Österreichischen Verwaltungspreis 2017, am Donnerstag, den 6. Oktober 2016 von 13.30 bis 15.30 Uhr (Hohenstaufengasse 3, 1010 Wien, Kassensaal/EG).

Frau Staatssekretärin Mag. Muna Duzdar, Master hat als Schirmherrin dieses Wettbewerbs ihr Kommen bereits zugesagt. Wir laden Sie und Ihre interessierten Kolleginnen und Kollegen herzlich zur Teilnahme ein. Bitte melden Sie sich bis 28. September 2016 online zur Auftaktveranstaltung an. Nähere Informationen zum Österreichischen Verwaltungspreis 2017 finden Sie in Kürze auch auf unserer Website.

Open House Wien 2016

Wie bereits im Vorjahr beteiligt sich das Bundeskanzleramt auch heuer wieder an der groß angelegten Architekturinitiative „Open House Wien“. Am Wochenende des 10. und 11. September werden in ganz Wien 82 besondere Gebäude einer interessierten Öffentlichkeit geöffnet – darunter auch unser Amtsgebäude in der Hohenstaufengasse in Wien I. und das Schloss Laudon in Wien-Hadersdorf. Die architekturhistorische Bedeutung der „Hohenstaufengasse“ (1882-84 von Otto Wagner als „k.k.privilegierte Österreichische Länderbank“ errichtet) wie auch des barocken Wasserschlosses, wo die Seminare der Verwaltungsakademie des Bundes stattfinden, ist unbestritten und vielen Bundesbediensteten bekannt. Ein architektonisches Juwel aus den 1960er-Jahren, das selbst viele BesucherInnen der Verwaltungsakademie nicht näher kennen, kann diesmal ebenfalls besucht werden: Der Pavillon im Garten des Schlosses Laudon, der im Jahr 1967 von den ArchitektInnen Karl und Eva Mang als Tennisklub- und Kindergebäude im internationalen Stil errichtet wurde. Die Pressekonferenz der Open-House-Initiative 2016 fand am 31. August in Anwesenheit des Wiener Bautenstadtrates Dr. Michael Ludwig, Sektionschefin Mag. Angelika Flatz, DI Ulla Unzeitig (Open House Wien) und DI Iris Kaltenegger (Open House Wien) im Kassensaal der ehemaligen „k.k.priv.Österr.Länderbank“ statt – heute: der Sektion III des Bundeskanzleramtes.

Reminder: Berufliche Weiterbildung für öffentlich Bedienstete bei der Europäischen Kommission – Praktikum – Bewerbung bis 19.9.2016

Auch im ersten Halbjahr 2017 bietet die Europäische Kommission das Programm zur beruflichen Weiterbildung nationaler Sachverständiger an. Sind Sie in der österreichischen Verwaltung überwiegend mit EU Agenden betraut und haben noch kein Praktikum beziehungsweise keine vorangegangene Tätigkeit in einer der EU Institutionen und Agenturen der EU absolviert? Dann steht nach Einholung der Zustimmung des Dienstgebers einer Bewerbung nichts mehr im Wege. Die Länge des Praktikums ist variabel; maximal können Sie fünf Monate beantragen. Bitte entnehmen Sie die relevanten Informationen für Ihre Bewerbung der Webseite Öffentlicher Dienst.
Verlängerte Bewerbungsfrist bis 19. September 2016
Praktikumszeitraum: März 2017 bis maximal Juli 2017

EU-Ratspräsidentschaft – Österreich im 2. Halbjahr 2018

Die britische Regierung hat nach Vorliegen des Ergebnisses der Volksbefragung über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union erklärt, auf die Ausübung des EU-Ratsvorsitzes im 2. Halbjahr 2017 zu verzichten. Am 26. Juli 2016 trat der Beschluss (EU) 2016/1316 des Rates in Kraft, sodass die dem Vereinigten Königreich nachfolgenden Vorsitzländer um jeweils ein Halbjahr vorrücken, was für Österreich eine Vorverlegung seines nächsten Vorsitzes vom 1. Halbjahr 2019 auf das 2. Halbjahr 2018 bedeutet. Die bereits laufenden Planungen für Veranstaltungen in Österreich betreffend EU und EUPAN werden entsprechend adaptiert.

Freie Seminarplätze für Seminare an der Verwaltungsakademie des Bundes:

ES 415: Komitologie 2.0 versus delegierter Rechtsakt?
04.10.2016

In den Verwaltungs- und Expertenausschüssen der Europäischen Kommission erfolgt das legislative und administrative Feintuning in der finalen Phase der EU-Gesetzgebung. Dieses Seminar vermittelt eine profunde Kenntnis der vier Ausschussverfahren sowie das prozedurale Know-How, um an diesem Punkt des Verfahrens die Interessen als VertreterInnen des Rates durchzusetzen.

PM 030: Service-Design: Werkzeug für mehr Kundenorientierung
12.–13.09.2016
Follow-up: 17.10.2016 neu

Innovative, kundenfreundliche Dienstleistungen werden auch im öffentlichen Dienst immer wichtiger. Service Design evaluiert und optimiert Dienstleistungen aus der Kundenperspektive. Im Rahmen dieses 3-tägigen Seminars werden Theorie, Methodik und Praxis des „Service Designs“ erlernt und geübt. Als Praxisbeispiel werden Dienstleistungen der Verwaltungsakademie des Bundes ausgewählt.

PM 102: Paradigmenwechsel im Umgang mit öffentlichen Daten und Informationen
21.09.2016

Entdecken Sie in diesem Seminar die Vorteile von Open Data, die Chancen für neue Kooperationen und lernen Sie die Grundlagen von Informationsfreiheit und „Shareconomy“ kennen.

PM 018: Herausforderung Demokratie – Wohin soll es gehen? Verwaltung im Spannungsfeld von Effizienz, Expertise und Politik
07.10.2016

Ob Flüchtlingskrise, Klimawandel oder Terrorismusgefahr – können diese Herausforderungen noch im Rahmen der herkömmlichen demokratischen und bürokratischen Entscheidungsprozesse des Staates bewältigt werden? Im Rahmen des Seminars werden aktuelle Entwicklungen anhand von Fallbeispielen analysiert und im Kontext nationaler und internationaler Entwicklungen diskutiert.

WO 011: Wirkungsorientierte Förderverwaltung
05.−06.10.2016

In dieser Praxiswerkstatt werden Grundlagen, Methoden und Instrumente vorgestellt, die es den Teilnehmenden ermöglichen bzw. erleichtern, die Prinzipien der Wirkungsorientierung auch in der Förderverwaltung umzusetzen. Programmschwerpunkte sind unter anderem die Planung bedarfs- und wirkungsgerechter Förderprogramme und der Ausbau eines ziel- und wirkungsorientierten Berichtswesens.

PM 015: Public Value – Gesellschaftlichen Nutzen transparent und steuerbar machen
20.10.2016

Öffentliches Handeln stiftet gesellschaftlichen Nutzen. Dieser Nutzen und die damit verbundenen gesellschaftlichen Wirkungen sind für das Steuerungssystem zu konkretisieren. In diesem Workshop lernen Sie, den Public Value öffentlichen Handelns für verschiedene Interessensgruppen und auf verschiedenen Politik- und Leistungsfeldern transparent zu machen, in messbaren Größen zu operationalisieren und in bestehende Steuerungssysteme zu integrieren – wie es die Wirkungsorientierung des Bundes darstellt.

Informationsveranstaltungen zum Mobilitätsmanagement 

14. September 2016, 15:00 bis 16:30 Uhr
Bundeskanzleramt Sektion III
Hohenstaufengasse 3, 1010 Wien, Sitzungssaal 35
(im Erdgeschoß durch den Kassensaal gerade durch)