Newsletter Nummer 46 / Juli 2013

Sehr geehrte Damen und Herrn, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Zwei erfreuliche Nachrichten möchte ich Ihnen mit in den Sommer geben:   

Zusammen mit dem Beschluss des Nationalrats zur Ermöglichung der Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare konnten auch im Dienstrecht die erforderlichen Begleitregelungen umgesetzt werden. Damit sind wir der völligen Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften in unserer Gesellschaft wieder ein Stück näher gekommen.

Als Frauenministerin freut es mich ganz besonders, dass der Frauenanteil im Bundesdienst weiter gestiegen ist – und das auch bei den Spitzenfunktionen, wo wir mittlerweile einen Frauenanteil von 32% haben. Das zeigt: Quoten und Frauenförderung wirken, und der Bundesdienst ist auch hier einmal mehr Vorbild für die Privatwirtschaft.

Ihre
Gabriele Heinisch-Hosek
Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst 


Sehr geehrte Damen und Herren,
in diesem Newsletter möchte ich Sie unter anderem auf die Möglichkeit einer Sprachenausbildung im Sprachinstitut des Bundesheeres hinweisen. Hier können Programme nach individuellen Bedürfnissen für Sie erstellt werden.

Ferner ist der Bericht der Wirkungscontrollingstelle an den Budgetausschuss des Nationalrates gegangen. Er bietet interessante Informationen betreffend Grundlagen der wirkungsorientierten Folgenabschätzung sowie deren Weiterentwicklung.

Abschließend möchte ich Ihnen noch einen erholsamen Sommerurlaub wünschen und mich für die gute Zusammenarbeit im ersten Halbjahr 2013 bedanken!

Mit freundlichen Grüßen
SC Mag. Angelika Flatz
Leiterin der Sektion III


Sprachenausbildung im Bundesbereich

Das Spracheninstitut des Bundesheeres bietet für alle Ministerien sprachliche Ausbildungen an. Es besteht die Möglichkeit hier nicht nur nach einem vorgefertigten Programm, sondern auch individuell Sprachausbildungen für Ihr Ressort anzufordern.

Für die Planung der Sprachkurse für das Jahr 2014 sind Anforderungen bitte bis 31.8.2013 zu melden. Für 2013 können auch noch bei freien Plätzen KursteilnehmerInnen in die Seminare aufgenommen werden.

Das Sprachangebot umfasst Arabisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Kroatisch, Russisch, Slowakisch, Slowenisch, Serbisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch.

Anmeldungen sind bitte mit per Excel-Sheet Fr. Dr. Eder ursula.eder@bka.gv.at einzubringen. Das Anmeldeformular können Sie unter https://www.oeffentlicherdienst.gv.at/vab/seminarprogramm/in_verwaltung_arbeiten/eu-diplom_und_sprachen.html downloaden.

Bei Fragen können Sie sich auch gerne an Obst Michael Simlinger, Tel: 0664/6221304 oder michael.simlinger@bmlvs.gv.at wenden.

Längeres Verbleiben im Dienststand und Höhe des Ruhebezuges

Immer wieder ist zu hören, dass eine vorzeitige Ruhestandsversetzung (nach der LangzeitbeamtInnenregelung - „Hacklerpension“ oder dem „Pensionskorridor“) gegenüber einer späteren regulären Ruhestandsversetzung durch Erklärung bzw. einem Übertritt in den Ruhestand aufgrund der immer höher werdenden Durchrechnung günstiger sei.

Richtig ist, dass für vor dem 2. Dezember 1959 geborene Beamtinnen und Beamte bis 2024 die sogenannte „7%-Deckelung“ gilt. Diese Deckelung, die durch einen Vergleich mit einem nach dem Letztbezug berechneten Ruhegenuss ermittelt wird, bewirkt in der Regel, dass der Ruhegenuss bei längerem Verbleiben im Dienststand nicht geringer, sondern – insbesondere, wenn noch eine Vorrückung erfolgt – meist höher wird. Jedenfalls verringern sich bei längerem Verbleib im Dienststand die Abschläge. Darüber hinaus gebühren bei einer Gesamtdienstzeit von mehr als 45 Jahren und nach Vollendung des 65. Lebensjahres jeweils Zuschläge. Lediglich bei Pensionsantritten in den ersten Monaten des Kalenderjahres (Jänner, Februar, März, April) kann es in Einzelfällen aufgrund des längeren Durchrechnungszeitraums zu einem niedrigeren Ruhebezug als bei Pensionsantritt am 1. Dezember des Vorjahres kommen.

EPSA 2013 – 5 österreichische Projekte qualifizieren sich für die
nächste Runde

Der europäische Verwaltungspreis, European Public Sector Award (EPSA), der vom Europäischen Institut für öffentliche Verwaltung (EIPA) mit österreichischer Unterstützung veranstaltet wird, steht 2013 unter dem Motto “Weathering the storm – Creative solutions in a time of crisis”.

EPSA hat zum Ziel, ein europäisches Netzwerk für herausragende Leistungen im öffentlichen Dienst zu schaffen sowie Erfahrungen transparent und übertragbar zu machen. Es soll eine Lernplattform gestaltet werden, die Spitzenlösungen für den öffentlichen Dienst präsentiert. Die kostenfreie Teilnahme am EPSA-Wettbewerb bietet Organisationen die Gelegenheit, ihre zukunftsweisenden Projekte einer internationalen Öffentlichkeit vorzustellen und die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichtbar zu machen und zu würdigen.

Insgesamt wurden heuer 230 Projekte aus 26 Ländern zum EPSA 2013 eingereicht. Die österreichische öffentliche Verwaltung hat sich mit 11 Projekten beteiligt. Wir freuen uns sehr, dass sich 5 dieser österreichischen Projekte für die nächste Bewertungsrunde, den Lokalaugenschein durch die Jury, qualifiziert haben und somit die Chance auf einen Hauptpreis haben. Jedenfalls ist allen 5 Projekten schon ein „Best Practice“ Zertifikat sicher, eine Auszeichnung, die nur 20% aller Einreichungen erhalten.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des EPSA 2013 werden im Rahmen der Abschlussveranstaltung, die von 25. - 27. November in Maastricht stattfinden wird, bekanntgegeben.  

Kontakt in Österreich:

Mag. Sandra Kastenmeier
Bundeskanzleramt
Referat III/9/a - Verwaltungsinnovation
E-Mail: sandra.kastenmeier-krula@bka.gv.at
Telefon: +43 1 531 15-207435
https://www.oeffentlicherdienst.gv.at/verwaltungsinnovation

Bericht über die wirkungsorientierte Folgenabschätzung

Mit 31.5.2013 wurde der erste Bericht der ressortübergreifenden Wirkungscontrollingstelle an den Budgetausschuss im Nationalrat übermittelt. Es handelt sich dabei um einen der beiden gesetzlich vorgesehen Berichte.

Der Bericht enthält neben Grundlagen der wirkungsorientierten Folgenabschätzung und dem Entstehungsprozess eine Übersicht über die Wirkungsdimensionen und die Ergebnisse des ersten Quartals der Qualitätssicherung. Darüber hinaus wurden erste Empfehlungen der ressortübergreifenden Wirkungscontrollingstelle zur Weiterentwicklung des Instruments ausgesprochen.

Der Bericht kann unter dem folgenden Link heruntergeladen werden:
https://www.oeffentlicherdienst.gv.at/wirkungsorientierte_verwaltung/dokumente

Kurzzeitpraktikum

Jungakademikerinnen und Jungakademiker mit Berufserfahrung in EU-Angelegenheiten haben bis Ende Juli die Möglichkeit, sich für das Erasmus Public Administration Programme (EPA) zu bewerben. Die Ausschreibung richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer Dienstzeit von mindestens sechs Monaten und maximal fünf Jahren, die im öffentlichen Dienst der Mitgliedstaaten auf zentraler, kommunaler oder regionaler Ebene tätig sind.

Detailinformationen, Anmeldefrist und Kontaktdaten zu diesem Programm finden Sie auf unserer Website.

Cross Mentoring im Bundesdienst - Abschlussveranstaltung am 24.6.2013

Am 24. Juni 2013 wurde das Cross Mentoring Jahr 2012/13 abgeschlossen. Vor der Überreichung der Teilnahmeurkunden machte Bundesministerin Heinisch-Hosek deutlich, dass das Cross Mentoring Programm des Bundes ein besonderes Instrument der Personalentwicklung ist. Die Mentorinnen und Mentees profitieren durch die persönlichen Kontakte zueinander und den individuellen Erfahrungsaustausch. Wenn die entstandenen Netzwerke weiter bestehen bleiben, ist damit bereits ein wichtiges Ziel erreicht, schloss die Bundesministerin.

Im Herbst startet das Cross Mentoringjahr zum 10. Mal. Alle Informationen zum Programm sind auf der neuen Website Karriere Öffentlicher Dienst –  Jobbörse der Republik, abrufbar. https://www.jobboerse.gv.at/aufstieg/crossmentoring/index.html

Mobilitätsmanagement

Mit 1. August 2013 werden die operativen Agenden des Mobilitätsmanagements durch das Bundeskanzleramt selbst wahrgenommen. Der Servicegedanke im Sinne von „one stop-shop“ wird ausgebaut, um einerseits den Ressorts eine perfekte Serviceleistung zu bieten, andererseits aber auch die Kandidatinnen und Kandidaten so auszuwählen und vorzubereiten, dass ein Einsatz der richtigen Bediensteten am richtigen Arbeitsplatz gewährleistet wird. Für die Ressorts tritt bei der Vorgehensweise keine Änderung ein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mobilitätsmanagements freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Die nächste Informationsveranstaltung findet am 21.8.2013 von 15 bis 16 Uhr statt. Informationen wie gewohnt unter:
https://www.jobboerse.gv.at/

Frauenanteil im Bundesdienst steigt

Im Bereich der Förderung der Chancengleichheit von Frauen in der Arbeitswelt sind positive Entwicklungen im Bundesdienst zu verzeichnen. Der Bericht an die Bundesregierung im Rahmen des Gendercontrollings zeigt, dass der Frauenanteil sowohl im gesamten Bundesdienst als auch bei den Führungspositionen steigt.

So ist in den letzten sechs Jahren der Frauenanteil im Bundesdienst um 2,2 Prozentpunkte auf 40,9 Prozent angewachsen, bei den höchsten besoldungsrechtlichen Einstufungen mit einem fast doppelt so hohen Anstieg auf 32 Prozent. Annähernd ein Viertel der AkademikerInnen in Top-Funktionen wie z.B. Sektions- oder Gruppenleitung sind bereits Frauen. 

Die kontinuierlichen Steigerungen der letzten Jahre lassen auf erfreuliche Entwicklungen in der Gleichstellung von Frauen und Männern in der Zukunft schließen.