Newsletter Nummer 84 / November 2018

Sehr geehrte Damen und Herren!

Nachdem ich Ihnen zuletzt von einem ersten Gespräch in freundlicher Atmosphäre im Rahmen der diesjährigen Gehaltsverhandlungen berichten konnte, sind diese inzwischen ein gutes Stück vorangekommen: So wurde die Abgeltung der Inflationsrate in Höhe von 2.02% bereits außer Streit gestellt. Darüber hinaus strebt der Dienstgeber einen fairen Abschluss für 2019 an, der die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt, aber auch die Wertschätzung für alle Bediensteten und ihre wichtige Arbeit für die Republik zum Ausdruck bringt. Die entsprechenden Verhandlungen verlaufen auch weiterhin in einem ausgesprochen konstruktiven und sachorientierten Klima.

Wie ebenfalls zuletzt angekündigt, steht der Ministerratsbeschluss der 2. Dienstrechtsnovelle 2018 unmittelbar bevor. Die Novelle enthält ein neues Dienstrecht für die Schulaufsicht; dazu kommen Regelungen zur Einführung der Wiedereingliederungsteilzeit für Beamtinnen und Beamte sowie solche zur Flexibilisierung der Telearbeit. Außerdem bauen wir die Möglichkeiten der Fachkarriere aus und nehmen einige aufgrund höchstgerichtlicher Judikate längst überfällige Klarstellungen und Anpassungen vor – auch zur Sicherung eines einheitlichen Vollzugs. Eine verbesserte Anrechnung von Kindererziehungszeiten für Beamtinnen in der Korridorpension schließlich sorgt für mehr Geschlechtergerechtigkeit.

Zu guter Letzt darf ich Sie frei nach dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“ herzlich zur Teilnahme am Österreichischen Verwaltungspreis 2019 einladen: Machen Sie mit und reichen Sie ihre innovativen Serviceideen und Projekte ein! Der Öffentliche Dienst hält Österreich am Laufen: Hier bietet sich eine Gelegenheit, der Kollegenschaft, aber auch der Öffentlichkeit besondere Initiativen aus unserem Bereich zu präsentieren.

Mit den besten Grüßen
Ihr
Heinz-Christian Strache
Vizekanzler und Bundesminister für den Öffentlichen Dienst und Sport


Sehr geehrte Damen und Herren, 

für den Herbst kann ich Ihnen drei aktuelle Publikationen meiner Sektion empfehlen: Einkommensbericht, Bericht zur Wirkungsorientierung 2017, 12. Gleichbehandlungsbericht des Bundes mit Informationen zum Stand der Verwirklichung von Gleichbehandlung und Frauenförderung im Bundesdienst sowie über die Tätigkeit der Gleichbehandlungskommission des Bundes.

Am 22. Oktober 2018 fand an der Wirtschaftsuniversität Wien die diesjährige Innovate 2018 statt, die von BMöDS, Stadt Wien, WU Wien, Hertie School of Governance, Contrast EY und Wonderwerk organisiert wird. Insgesamt fanden sich knapp 170 Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Forschung und Wirtschaft ein, um gemeinsam das Thema die „Neuen Wege der Zusammenarbeit“ zu erarbeiten.  

Der Abfallverband Schwechat hat einen intensiven intern angesteuerten Qualitätsmanagementprozess durchlaufen und dafür durfte ich dem Verband vor kurzem das Common Assessment Framework (CAF) Gütesiegel verleihen. Gratulation! 

Mitte Oktober haben die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst für die Gehaltsanpassung 2019 begonnen. 

Beste Grüße,
Mag. Angelika Flatz
Leiterin der Sektion III Öffentlicher Dienst und Verwaltungsinnovation


Einkommensbericht 2018: Gender Pay Gap gesunken

Der Einkommensbericht gemäß § 6a B-GlBG umfasst heuer zum sechsten Mal neben den ganzjährig vollzeitbeschäftigten auch die teilzeitbeschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um Verzerrungen zu vermeiden werden die Einkommen von den Teilzeitbeschäftigten auf Vollzeitbeschäftigung und jene von unterjährig beschäftigten Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer auf Jahresbeschäftigung hochgerechnet.

Der Zeitreihenvergleich zeigt, dass der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen im Bundesdienst im Jahr 2012 13,3% betrug und sich kontinuierlich verringerte. Im Jahr 2017 liegt der Einkommensunterschied von Männern und Frauen im Bundesdienst auf dem historisch niedrigsten Wert von 11,0%.

Generell ist der Gender Pay Gap im Bundesdienst weitgehend auf Unterschiede in den folgenden einkommensrelevanten Merkmalen zurückzuführen: der Umfang an geleisteten Überstunden, die Qualifikation, das Alter und das Innehaben einer Leitungsfunktion.

Gleichbehandlungsbericht des Bundes mit Zahlen und Fakten

Neben umfangreichem Datenmaterial zu Voll- und Teilbeschäftigten aus Bundes- und Ressortsicht können Sie im 12. Gleichbehandlungsbericht des Bundes 2018 die Entwicklung des Frauenanteils in den höchsten besoldungsrechtlichen Einstufungen nachlesen. Weiters wird das Geschlechterverhältnis bei den ressortspezifischen Leitungsfunktionen sowie bei deren Neubesetzungen ausgewiesen als auch die Tätigkeiten der Gleichbehandlungskommission des Bundes. 

Die aktuelle Ausgabe entstand in enger Zusammenarbeit der Sektion III Frauen und Gleichstellung des Bundeskanzleramtes mit der Sektion III Öffentlicher Dienst und Verwaltungsinnovation. Diese Publikation erscheint alle zwei Jahre in deutscher Sprache. Falls Sie ein Druckexemplar benötigen, schicken Sie eine E-Mail an iii7@bmoeds.gv.at.

Bericht zur Wirkungsorientierung 2017

Der Bericht zur Wirkungsorientierung 2017 beinhaltet die Ergebnisse der internen Evaluierungen der haushaltsleitenden Organe von den im Bundesfinanzgesetz 2017 festgehaltenen Wirkangaben in gesammelter Form. Der Bericht wurde am 31. Oktober 2018 an den Nationalrat übermittelt und auf www.wirkungsmonitoring.gv.at und als Publikation veröffentlicht.

Qualitätsmanagement mit dem Common Assessment Framework (CAF): Abfallverband Schwechat mit dem CAF-Gütesiegel ausgezeichnet

Der Abfallverband Schwechat hat in den letzten Monaten den CAF-Gütesiegelprozess absolviert und erhält damit die europäische Auszeichnung „Effective CAF-User“. Die Überreichung der Urkunde durch Sektionschefin Mag.a Flatz erfolgte im Rahmen im Rahmen einer kleinen Feier am 23.10.2018. Wir gratulieren herzlich!

Auftakt zum Österreichischen Verwaltungspreis 2019

Der Österreichische Verwaltungspreis 2019 wurde am 22.10.2018 im Rahmen der Innovate angekündigt. Unter dem Motto „Gemeinsam innovativ“ sind alle öffentlichen Verwaltungen Österreichs zur Teilnahme mit innovativen Projekten eingeladen. Diesmal stehen folgende Kategorien für eine Bewerbung in der Zeit vom 7. Jänner – 20. März 2019 zur Auswahl: 

1. Führung und Steuerung für mehr Effizienz: 
Mit moderner integrativer Steuerung bessere Leistungen und Wirkungen erzielen, Kontinuität sichern und die Effizienz steigern

2. Innovatives Servicedesign und digitale Services: 
Für die Kundinnen und Kunden des Öffentlichen Dienstes liefern wir serviceorientiert bedarfsgerechte, hoch qualitative Dienstleistungen und Produkte 

3. Co-Creation und Kooperation: 
Gemeinsam Herausforderungen überwinden 

4. Der Arbeitgeber "Öffentlicher Dienst" bleibt fit für die Zukunft: 
Nachhaltige Gestaltung des Arbeitsumfeldes unter Berücksichtigung des demographischen Wandels 

5. Sonderpreis des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie und des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort: 
innovationsfördernde öffentliche Beschaffung: Beschaffung von Innovation – durch Nachfrage nach neuen Produkten und Dienstleistungen zur Modernisierung des öffentlichen Dienstes beitragen

Einen Überblick über alle rund 400 Projekte, die seit 2008 zum Österreichischen Verwaltungspreis eingereicht wurden, bietet die aktualisierte Online-Datenbank www.verwaltungspreis.gv.at.

Verwaltungsakademie des Bundes - freie Seminarplätze

PM 030 Service Design: Werkzeug für mehr Kundenorientierung am 19.–20. November 2018, Follow-up am 10. Dezember 2018
In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden die Planung und Durchführung eines Service-Design-Prozesses. Darüber hinaus schlüpfen sie im Technischen Museum Wien in die Schuhe der Kundinnen und Kunden und entwickeln gemeinsam innovative Dienstleistungen für das Museum. 

PM 028 Plattform Wissensmanagement – Forum der WissensmanagerInnen am 20. November 2018
Inhaltlicher Schwerpunkt des Plattform-Treffens während unseres EU-Vorsitzes ist das Thema: „Wie lernt Österreich? Wie lernt Europa?“. Expertinnen und Experten der EU-Kommission, der Bundesverwaltung und der FH Campus Wien berichten über ihre Erfahrungen und Instrumente des Wissensmanagements. Ziel des Treffens ist neben der Wissensvermittlung auch die Vernetzung der Teilnehmenden. Das Plattform-Treffen findet in der Hohenstaufengasse 3, 1010 Wien statt.