29.04.2013 Gabriele Heinisch Hosek: "Interesse für neue Techniken muss bereits im Kindergarten geweckt werden" Bundesministerin eröffnete den ADV-Bildungskongress für Lehrerinnen und Lehrer

"Die zentralen Fragen sind, wie der Umgang mit neuen Techniken Eingang in das Bildungssystem findet und welche Schritte wir setzen müssen, um einen sogenannten 'Digital Divide' zwischen Reich und Arm und zwischen Männern und Frauen zu verhindern", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, heute bei der Eröffnung des ADV-Bildungskongresses in Wien.

"Österreich ist zwar Europameister im E-Government, wir sind in der öffentlichen Verwaltung mit Apps und Open Data Vorreiter. Die IKT-Branche zählt über 100.000 Beschäftigte, mehr als die Tourismussparte. Doch nicht alle Eltern können sich den Laptop für ihr Kind leisten und Frauen sind in der IKT-Branche nach wie vor unterrepräsentiert", so Heinisch-Hosek weiter.

"Gerade der Bildungsbereich spielt hier eine ungemein wichtige Rolle. Wir müssen schon junge Mädchen für Technik interessieren und fördern. Eigentlich müssen wir bereits im Kindergarten spielerisch das Interesse wecken, ebenso wie später in der Schule", so die Ministerin. "Daher müssen wir auch bei der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer ansetzen. Die neue Technik kann Lehrende beim Unterricht unterstützen. Ich erinnere mich an meine Zeit als Lehrerin für Gehörlose, als uns neue Medien sehr geholfen haben, fehlende Sinne auszugleichen. Aber eines muss auch klar gesagt werden: Die Technik kann Lehrkräfte unterstützen, aber nicht ersetzen. Das persönliche Engagement und positive Vorbilder sind noch immer die wirksamsten pädagogischen Mittel."

Der technische Fortschritt sei aber gerade für Pädagoginnen und Pädagogen auch eine große Herausforderung. Es gehe nicht nur um neuartige Unterrichtsmaterialien, sie müssten auch bei allen neuen Entwicklungen mithalten können. "Letztlich geht es darum, wie wir Bildung und Wissen im Zusammenhang mit neuen Techniken so verteilen können, dass alle davon profitieren", schloss Heinisch-Hosek und wünschte dem Kongress noch viel Erfolg.

Fotos von dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes kostenfrei abrufbar.

Rückfragehinweis:
Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
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