31.01.2013 Heinisch-Hosek/Haneder/Stadler: Von Väterkarenz profitieren Väter, Mütter, Kinder und Unternehmen Kick-Off der Väterkarenz-Infotour der Frauenministerin und der Arbeiterkammer in Niederösterreich

"Warum ich mich mit Väterkarenz beschäftige? Weil wir wissen, dass zwei Drittel der Männer in Karenz gehen wollen, und dann zögern sie doch. Weil in Niederösterreich von allen Kindergeldbezieherinnen und Bezieher nur vier Prozent Männer sind, und im Rest von Österreich schaut es mit durchschnittlich 4,4 Prozent auch nicht besser aus. Und weil es ganz klar ist, von Väterkarenz haben alle etwas, die Väter, die Mütter und die Kinder. Nicht zu vergessen die Unternehmen, denn sie bekommen Mitarbeiter aus der Väterkarenz zurück, die hochmotiviert und mit vielen zusätzlichen sozialen Kompetenzen ausgestattet sind", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des heutigen Kick-Offs der Väterkarenz-Infotour in der AKNÖ-Regionalstelle St. Pölten. "Darum freue ich mich sehr, dass wir heute mit dem Väterkarenzfrühstück und dem gesamten Beratungstag die Väter und deren Partnerinnen bei ihrer Entscheidungsfindung unterstützen, ihnen Informationen zur Verfügung stellen und sie umfassend beraten können. Ich bin sicher, dass viele Väter und Mütter Fragen haben, die heute hier beantwortet werden", so Heinisch-Hosek weiter.

"Ich bin stolz, dass wir heute in der AK St. Pölten den Startschuss für die umfangreiche Informationsoffensive zur Väterkarenz geben dürfen. Die AKNÖ ist für viele häufig die erste Ansprechstation, wenn es um spezifische Fragen geht und kann so wertvolle Unterstützung leisten. Aus unseren Beratungsgesprächen wissen wir, dass sich immer mehr Männer überlegen, in Karenz zu gehen, aber unsicher sind. Das betrifft die finanzielle Situation, Sorgen um die berufliche Zukunft und Unsicherheiten, wie das Arbeitsumfeld reagieren wird. Und wir wissen auch, wenn Väter auf Barrieren im Betrieb stoßen, neigen sie dazu, darauf zu verzichten. Daher sind jetzt die Unternehmen gefordert, neue Strategien zu entwickeln, die es Männern erleichtert, eine Karenz in Anspruch zu nehmen. Die Betriebe müssen sich ihrer gesellschaftlichen Anforderung stellen, denn nur so kann es zu einer tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern kommen. Ich bin überzeugt, dass die Informationsoffensive in Kombination mit den AKNÖ-Beratungstagen viele Väter überzeugen kann, ihren Karenzwunsch auch in die Tat umzusetzen. Denn mehr Väter in Karenz, davon haben alle etwas. Nicht nur die Väter, die von Anfang an eine enge Beziehung zu ihrem Kind aufbauen können. Auch die Kinder, die mehr Zeit mit beiden Elternteilen haben. Und natürlich die Mütter, denn für sie wird es leichter, in der Arbeitswelt wieder Fuß zu fassen, mehr Stunden zu arbeiten, mehr zu verdienen und eventuell Karriere zu machen", führt der Gastgeber des Beratungstags, AKNÖ-Präsident Hermann Haneder, weiter aus.

Der anwesende St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler stellt seine Stadt als Positivbeispiel für die Väterbeteiligung vor: "Öffentliche Verwaltungen wie zum Beispiel der Magistrat St. Pölten sind bei der Väterkarenz sicher Vorreiter. Sobald das hier vermehrt in Anspruch genommen wird, geht der Trend auch auf die Privatwirtschaft über. Die Stadt geht mit den rund 960 Bediensteten mit gutem Beispiel voran. Seit dem Jahr 2000 gab es 143 Karenzurlaube, davon waren insgesamt 15 Männer, das sind also 10,5 Prozent. Der Papa-Monat wurde bisher einmal in Anspruch genommen. Die Tendenz ist steigend und wir haben vor allem gute Rückmeldungen von den Vätern und den betroffenen Abteilungen. Die Akzeptanz hat sich deutlich gebessert, sodass man zuversichtlich sein kann, dass künftig beim Magistrat noch mehr Väter in Karenz gehen. Neben der öffentlichen Anerkennung und der Akzeptanz am Arbeitsplatz halte ich auch eine umfassende Beratung durch die zuständigen Stellen für eine wichtige Voraussetzung, um die Zahl der Väter in Karenz zu steigern. Von dieser Entwicklung profitieren Väter, Mütter und die Kinder."

Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes kostenfrei abrufbar.

Rückfragehinweise:

Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Telefon: + 43 1 531 15-202149
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Mag. Christiane Steiner
Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Kammer für Arbeiter und Angestellte für Niederösterreich
Windmühlgasse 28, 1060 Wien
Tel.: +43 1 58883-1255
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Pressesprecher, Chefredakteur St. Pölten Konkret
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