Glossar

Das ABC der Wirkungsorientierung

  • Bundesfinanzgesetz (BFG)

    Das Bundesfinanzgesetz legt den Bundeshaushalt für ein bestimmtes Kalenderjahr unter Berücksichtigung des Bundesfinanzrahmengesetzes fest. mehr

  • Bundesfinanzrahmengesetz (BFRG)

    Das Bundesfinanzrahmengesetz wird jährlich verabschiedet und legt für die jeweils folgenden vier Jahre verbindliche Auszahlungsobergrenzen für die Rubriken und Untergliederungen fest (rollierend); zudem enthält es die Grundzüge des Personalplans. mehr

  • Bundeshaushaltsgesetz (BHG)

    Das mit 1. Jänner 2013 im Sinne der Wirkungsorientierung umfassend reformierte Bundeshaushaltsgesetz regelt die Haushaltsführung des Bundes. mehr

  • Gleichstellung, tatsächliche, von Frauen und Männern

    In Österreich ist das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern verfassungsrechtlich verankert. Bund, Länder und Gemeinden bekennen sich zur tatsächlichen Gleichstellung von Frau und Mann und haben bei der Haushaltsführung und im Rahmen der Wirkungsorientierung die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern anzustreben. mehr

  • Globalbudget

    Ein Globalbudget ist ein sachlich zusammengehörender Verwaltungsbereich, in dem Mittelverwendungen und Mittelaufbringungen für ein gleichgerichtetes Leistungsspektrum zusammengefasst sind. mehr

  • Haushaltsführung

    Die Haushaltsführung umfasst gemäß § 3 BHG 2013 die Vorbereitung und Erstellung der Entwürfe für das Bundesfinanzrahmengesetz und das Bundesfinanzgesetz sowie deren Beschlussfassung, das Führen des Ergebnis-, Finanzierungs- und Vermögenshaushalts, das Controlling, die Verrechnung, die Kosten- und Leistungsrechnung, den Zahlungsverkehr und die Innenprüfung sowie die Erstellung von Abschlussrechnungen und die Rechnungsprüfung. mehr

  • Haushaltsleitende Organe

    Haushaltsleitende Organe zählen gem. § 6 BHG 2013 zu den anordnenden Organen der Haushaltsführung. mehr

  • Interne Evaluierung (WFA)

    Bei der internen Evaluierung einer WFA handelt es sich um die Durchführung einer Evaluierung durch ein haushaltsleitendes Organ oder die Leiterinnen und Leiter haushaltsführender Stellen, in deren Wirkungsbereich die in Kraft getretene Rechtsnorm oder das sonstige Vorhaben vorzubereiten war. mehr

  • Kennzahl

    Kennzahlen sind quantitative Messgrößen, die direkt oder indirekt Aufschluss über die erreichte Maßnahme oder deren Wirkung geben. mehr

  • Leitbild

    Das Leitbild ist von langfristiger Natur und beschreibt in 2 bis 3 Sätzen, welchen Wert die Untergliederung für die Gesellschaft erbringt. mehr

  • Maßnahme

    Maßnahmen auf Globalbudgetebene zeigen die verwaltungsinternen Handlungsschwerpunkte, die hoch aggregiert zur Erreichung der Wirkungsziele gesetzt werden. Sie bilden das zentrale jährliche Steuerungselement der Ressorts. mehr

  • Maßnahme (WFA)

    Ein übergeordneter Sammelbegriff für Regelungen, Leistungen und Aktivitäten, die die öffentliche Verwaltung gewährleistet oder für ihre Vorhaben oder Projekte erbracht werden. mehr

  • Meilenstein

    Meilensteine beschreiben abgrenzbare (Zwischen-) Ergebnisse eines zeitlich beschränkten Vorhabens oder Projektes. mehr

  • Qualitätssicherung Bundesvoranschlag

    Die ressortübergreifende Wirkungscontrollingstelle des Bundes im Bundeskanzleramt führt eine Qualitätssicherung der Wirkungsziele und Maßnahmen im Bundesvoranschlags-Entwurf gemäß § 4 Wirkungscontrollingverordnung durch. Die ressortübergreifende Wirkungscontrollingstelle prüft die Einhaltung der Angaben zur Wirkungsorientierung-Verordnung (BGBl. II 244/2011), insbesondere die Qualitätskriterien Relevanz, inhaltliche Konsistenz, Verständlichkeit, Nachvollziehbarkeit, Vergleichbarkeit und Überprüfbarkeit. mehr

  • Regelungsvorhaben (WFA)

    Ein Entwurf für eine Rechtsvorschrift des Bundes (ein Bundesgesetz, eine Verordnung, eine über- oder zwischenstaatliche Vereinbarung, eine Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG) oder für eine sonstige rechtsetzende Maßnahme grundsätzlicher Art gemäß § 16 Abs. 2 BHG 2013. mehr

  • Rubrik

    Das Bundesfinanzrahmengesetz ist nach sachlichen Kriterien in fünf Rubriken unterteilt. mehr

  • Strategiebericht

    Die Gesamtausrichtung der Ressorts wird unabhängig vom gewählten Planungshorizont jährlich für vier Jahre in einem vom BMF publizierten Strategiebericht dokumentiert. Dieser Strategiebericht erläutert die Schwerpunkte des Bundesfinanzrahmens. mehr

  • Untergliederung

    Die fünf Rubriken des Bundesfinanzrahmengesetzes sind in weitere 32 Untergliederungen unterteilt, welche sachlich zusammengehörige Budgetbereiche darstellen. Untergliederungen sind einzelnen Bundesressorts und obersten Organen exklusiv zugewiesen, wobei einzelne Ressorts für mehrere Untergliederungen verantwortlich sind. mehr

  • Vorhaben (WFA)

    Ein Vorhaben hat einen in wirtschaftlicher, rechtlicher oder finanzieller Hinsicht einheitlichen Vorgang zum Gegenstand. mehr

  • Vorhabenbündel (WFA)

    Mehrere inhaltlich zusammengehörige (Regelungs-)Vorhaben können seit 1. April 2015 in einer einzigen vollinhaltlichen WFA behandelt werden. mehr

  • Wesentlichkeitskriterium (WFA)

    Bei einem Kriterium der Wesentlichkeit von Auswirkungen handelt es sich um einen Schwellenwert oder eine Ausprägung eines Zustands in einer Wirkungsdimension, ab deren Erreichen eine voraussichtliche Auswirkung einer vertiefenden Abschätzung zu unterziehen ist. mehr

  • Wirkungscontrolling, internes

    Um eine möglichst effiziente, zwischen Organisationseinheiten abgestimmte Vorgehensweise zu schaffen, ist das ressortinterne Wirkungscontrolling gefordert, wirkungsorientierte Steuerungsprozesse organisationsintern zu etablieren und weiterzuentwickeln. Zudem übernimmt es zahlreiche Koordinationsaufgaben innerhalb des Ressorts. mehr

  • Wirkungscontrolling, ressortübergreifendes

    Das ressortübergreifende Wirkungscontrolling erfolgt durch die ressortübergreifende Wirkungscontrollingstelle des Bundes im Bundeskanzleramt. Es hat im Rahmen des ressortübergreifenden Wirkungscontrolling bei den Angaben zur Wirkungsorientierung im Bundesvoranschlagsentwurf sowie bei Regelungsvorhaben und sonstigen Vorhaben eine Qualitätssicherung nach vordefinierten Kriterien durchzuführen. mehr

  • Wirkungscontrollingstelle des Bundes im Bundeskanzleramt, ressortübergreifende

    Die ressortübergreifende Wirkungscontrollingstelle des Bundes im Bundeskanzleramt (Abteilung III/9 - Wirkungscontrollingstelle des Bundes, wirkungsorientiertes Verwaltungsmanagement, Verwaltungsinnovation) begleitet die Ministerien und Dienststellen bei der Implementierung der Wirkungsorientierung methodisch-prozesshaft. mehr

  • Wirkungsdimension (WFA)

    Bei einer Wirkungsdimension im Kontext der WFA handelt es sich um einen Politikbereich oder einen genau festgelegten Teilaspekt eines Politikbereichs, in dem möglicherweise Auswirkungen eintreten. mehr

  • Wirkungsevaluation

    Im Zuge der Wirkungsevaluation findet eine Bewertung statt, welcher Nutzen durch die veranlasste Regelung oder durchgeführte Maßnahmen erzielt wurde und in welchem Ausmaß die tatsächlich eingetretenen intendierten und nicht intendierten Wirkungen auf die im Rahmen des Vorhabens gesetzten Maßnahmen zurückzuführen sind. mehr

  • Wirkungsmonitoring

    Dem Controlling ähnlich, stellt das Wirkungsmonitoring darauf ab, eintretende Wirkungen zu erfassen und im Rahmen eines Soll-Ist-Vergleichs zu überprüfen, ob ein vorgegebenes Ziel im vorgegebenen Zeitraum und mit den dafür geplanten Ressourcen erreicht werden konnte. mehr

  • Wirkungsorientierte Folgenabschätzung, vereinfachte (WFA)

    Die vereinfachte WFA („WFA Light“) entspricht einem erweiterten Vorblatt und besteht neben den legistischen Informationen aus einer gestrafften Problemanalyse, einer Zielformulierung sowie einer Maßnahmenformulierung ohne Indikatoren und der Abschätzung der finanziellen Auswirkungen. mehr

  • Wirkungsorientierte Folgenabschätzung (WFA)

    Grundsätzlich kann unter „Folgenabschätzung“ die systematisch-methodische Erfassung und Beurteilung der Auswirkungen („Folgen“) staatlicher Maßnahmen verstanden werden. Unter „staatliche Maßnahmen“ sind in Aussicht genommene bzw. tatsächlich umgesetzte Regelungs- bzw. sonstige Vorhaben zu verstehen. mehr

  • Wirkungsorientierung

    Die Wirkungsorientierung schafft einen einheitlichen und gesamthaften Rahmen für die Steuerung der Leistungserbringung in den Ministerien und Dienststellen. Unter dem Dach gemeinsamer Wirkungsziele der Bundesregierung werden die Leistungen in den Ministerien und Dienststellen erstellt und einem regelmäßigen Controlling unterzogen. Ziel ist es, gesellschaftspolitische Wirkungen auf der Grundlage von Lernen durch Erfahrung konstant weiterzuentwickeln. Als Reform umfasst die Wirkungsorientierung sämtliche Bundesministerien und Dienststellen sowie über 130.000 Bedienstete. mehr