Wirkungsorientierte Folgenabschätzung (WFA)

Die Folgenabschätzung kann ihrem Inhalt nach als ein (Informations-)Instrument verstanden werden, das dazu dient, Konzept, Vollzug und Wirkungen staatlichen Handelns zu identifizieren sowie diese, wenn möglich, zu messen und eine Bewertung vorzunehmen. 

Die wirkungsorientierte Folgenabschätzung geht über ein bloßes Abwägen von Optionen und Identifizieren von Auswirkungen hinaus, indem Indikatoren für Ziele und Maßnahmen formuliert und anschließend bei der internen Evaluierung hinsichtlich ihrer tatsächlichen Wirkung bewertet werden.

Ziel der Folgenabschätzung ist daher:

  • aufgrund von nachvollziehbaren Überlegungen,
  • nach einem systematischen Vorgehen,
  • möglichst objektive und ausgewogene Aussagen über Wirkungszusammenhänge zu erhalten.

Im Zentrum der Folgenabschätzung steht die Frage: Was sind die positiven und negativen Folgen und wie sind diese zu bewerten? Gefragt wird demnach:

  • welche Ziele verfolgt werden,
  • welche die beabsichtigten und unbeabsichtigten Auswirkungen sind,
  • ob diese Auswirkungen als wesentlich einzustufen sind sowie
  • wie groß diese Auswirkungen sind (z. B. ob und wie sie bezifferbar oder sonst umschreibbar sind).