31.10.2019 Vorwort von Bundesminister Eduard Müller zum Bericht zur Wirkungsorientierung 2018

Die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger Österreichs an einen modernen und effizienten öffentlichen Sektor sind in den vergangenen Jahren merklich und berechtigt gestiegen. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, sind innovative Instrumente und Herangehensweisen notwendig. Mit der Wirkungsorientierung besitzen wir in der österreichischen Bundesverwaltung ein derartiges, hochwertiges und nachhaltiges, Steuerungssystem.

Gerade in herausfordernden Zeiten – die nicht nur von technologischen, ökologischen und wirtschaftlichen, sondern auch von gesellschaftlichen Veränderungen geprägt sind – ist es für Politik und öffentliche Verwaltung besonders wichtig, die bestmöglichen Lösungen zu finden. Beschränkte Budgets, demografische Veränderungen und die Herausforderungen der digitalen Transformation machen es notwendig, Aktivitäten zu setzen, die nicht nur sehr effizient, sondern auch sehr effektiv sind.

Um ein den komplexen Materien anpassbares, aktuelles und zugleich zukunftsweisendes Verwaltungshandeln in Österreich zu gewährleisten, ist es daher unabdingbar, dass wir intelligente Maßnahmen umsetzen, die wirkungsvoll für die Menschen und den Standort sind. Wir begreifen den öffentlichen Dienst im Wortsinn: als Dienst an der Bürgerin, dem Bürger und unserer Republik.

In Österreich wurde das Instrument der Wirkungsorientierung im Jahr 2013 erfolgreich eingeführt. Im Mittelpunkt stehen die konkreten Wirkungen budgetärer Maßnahmen, ein auf Evidenzen aufgebautes Planen und Handeln und die Reflexion und Evaluation dieses `Policy Cycle´. Die strategische Ausrichtung der Bundesministerien wird in Form von Wirkungszielen, konkretisiert über Indikatoren und Kennzahlen, offengelegt. Damit wurde ein entscheidender Paradigmenwechsel, weg vom inputgetriebenen Ansatz und hin zu den wirkungsorientierten Outcomes, eingeleitet.

Ziele festzulegen bedeutet aber auch, Verantwortung für die Zielerreichung zu übernehmen und in einen Diskurs mit der Öffentlichkeit zu treten. Die Nachvollziehbarkeit des Verwaltungshandelns ist wesentlich und die Auseinandersetzung über Fragestellungen, die Bürgerinnen und Bürger bewegen, müssen von beiden Seiten konstruktiv gestaltet werden können.

Der hier vorliegende Bericht der ressortübergreifenden Wirkungscontrollingstelle des Bundes im Bundesministerium für öffentlichen Dienst und Sport leistet hierzu einen entscheidenden Beitrag und soll den Grundstein für eine produktive Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Gesellschaft legen.

Das Vertrauen in Politik und Verwaltung soll gestärkt werden und ist zugleich Grundlage für eine erfolgreiche und professionelle Weiterentwicklung unseres Handelns.

Dipl.-Kfm. Eduard Müller, MBA
Bundesminister für öffentlichen Dienst und Sport