31.05.2016 Reflexion als Grundlage moderner Verwaltungssteuerung

Die zentrale Zielsetzung der Wirkungsorientierung in Österreich ist es, treffsichere Antworten auf sich stetig wandelnde Herausforderungen zu geben. Diesem Ansatz liegt der Gedanke zugrunde, dass staatliches Handeln nur durch kontinuierliche Reflexion und Weiterentwicklung mit dem gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Wandel Schritt halten und dessen Potentiale ausschöpfen kann. (Sektionschefin Mag. Angelika Flatz)

Auch im vierten Jahr nach Einführung der Wirkungsorientierung und der Wirkungsorientierten Folgenabschätzung geht es darum, Möglichkeiten für eine weitere Erhöhung der Effizienz und der Effektivität des gesamten Steuerungssystems zu nutzen.

Für die Arbeit des Bundeskanzleramtes ergibt sich daraus, im Sinne eines beständigen Lernens, der Auftrag, Entwicklungschancen zu erkennen und Lösungen zu erarbeiten – dies, sowohl auf Ebene gesamtstaatlicher Steuerung als auch auf organisationaler und technischer Ebene. Dabei gilt es, die Bedürfnisse der Anwenderinnen und Anwender sowie der Nutzerinnen und Nutzer stets im Auge zu behalten und ihre Expertise einfließen zu lassen.

Doch was bedeutet dies in der konkreten Umsetzung? Die inhaltliche Fokussierung auf wesentliche Vorhaben, die im Rahmen der abgestuften Durchführungsverpflichtung der Wirkungsorientierten Folgenabschätzung seit 2015 möglich ist, ist hier ebenso ein zentrales Element wie die Digitalisierung für die Optimierung der Prozesse und Berichte. In diesem Bereich wurde im letzten Jahr wesentliche Aufbauarbeit geleistet, um die Bundesministerien und sonstigen Obersten Organe mit einem zeitgemäßen, zentralen, webbasierten Reportingsystem im Bereich des Datenmanagements zu unterstützen.

In diesem Jahr legen wir erstmals alle Evaluierungsergebnisse auch in elektronischer Form vor, welche die Gestaltungsmöglichkeiten digitaler Visualisierungen aufgreift. Über die Website www.wirkungsmonitoring.gv.at bieten wir Bürgerinnen und Bürgern, den Abgeordneten zum Nationalrat, Politik und Verwaltung die Möglichkeit, Evaluierungsdaten zur Wirkungsorientierten Folgenabschätzung nach unterschiedlichen Gesichtspunkten zu analysieren und zu diskutieren. 

Kommentar von Sektionschefin Mag. Angelika Flatz
Leiterin der Sektion III im Bundeskanzleramt – Öffentlicher Dienst und Verwaltungsinnovation