28.10.2016 »Die Zukunft, die wir wollen, muss gestaltet werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen.« – frei nach Joseph Beuys

Die Wirkungsorientierung ist mehr als nur ein verwaltungsinterner Prozess. Sie zielt gleichermaßen auf die Gesellschaft und die Politik, auf ein neues Verhältnis zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Politik und Verwaltung. Der Verwaltung kommt in diesem Prozess eine ent­scheidende Rolle zu. Ihre Aufgabe ist es, den Rahmen, entsprechend der politischen Vorgaben zu gestalten, die effiziente und effektive Um­setzung politischer Ideen und Ziele sicherzustellen. (Sektionschefin Mag. Angelika Flatz)

Wirkungsziele unterstützen die Verwaltung dabei, politische Vorgaben transparent zu verfolgen und die verfügbaren Mittel so effektiv wie möglich einzusetzen, was besonders unter dem Gesichtspunkt der allgegenwärtigen Ressourcenknappheit von entscheidender Bedeutung ist. Die Wirkungsorientierung hilft uns als Verwaltung jedoch auch dabei, uns den Bürgerinnen und Bürgern zu erklären, zu verdeutlichen, welche Zielsetzungen mit welchen Ressourcen verfolgt werden. Dies kann nicht nur das Vertrauen der Menschen in Politik und Verwaltung erhöhen. Diese Transparenz schafft auch die Grundlage kollaborativer und kooperativer Interaktion zwischen Politik, Verwaltung und Gesellschaft – einem Eckpfeiler eines Diskurses »auf Augenhöhe«, der wiederum die Grundlage für Innovation bildet.

Die Zukunft zu gestalten erfordert, immer auch eine transparente Betrachtung von Gegenwart und Vergangenheit. Ziele und Maßnahmen müssen regelmäßig in Bezug auf Zielerreichung, Erfolgsfaktoren und Stolpersteine betrachtet und analysiert werden, die gewonnenen Erkenntnisse in die kontinuierliche Weiterentwicklung der einzelnen Parameter sowie des Gesamtsystems einfließen. Eine konsequente und professionelle Evaluation schafft hier die Grundlage einer sich entwickelnden und auf allen Ebenen lernenden Organisation.

Der aktuelle Bericht zur Wirkungsorientierung 2015 der ressortübergreifenden Wirkungscontrollingstelle des Bundes im Bundeskanzleramt, der in enger Zusammenarbeit mit allen Bundesressorts und Obersten Organen erstellt wurde, ist der nunmehr dritte seiner Art. Verbunden mit der im vergangenen Jahr eingeführten und heuer bereits weiterentwickelten Website www.wirkungsmonitoring.gv.at bildet dieser Evaluierungsbericht erstmalig die Kennzahlentwicklung seit Einführung der wirkungsorientierten Verwaltungssteuerung im Jahr 2013 ab.

So ermöglicht er eine noch fundiertere Analyse der Kennzahlenentwicklung und Wirkungszielerreichung und leistet einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg zu einem evidenzbasierten Diskurs zwischen Politik, Verwaltung und Gesellschaft.

Kommentar von Sektionschefin Mag. Angelika Flatz
Leiterin der Sektion III im Bundeskanzleramt – Öffentlicher Dienst und Verwaltungsinnovation