31.05.2017 Wirkungsorientierte Folgenabschätzung und die lernende Organisation

Vor vier Jahren hat sich die Politik entschlossen gemeinsam mit der Verwaltung, einen neuen Weg zu beschreiten. Einen Weg, der – aufbauend auf bestehenden Systemen – eine transparente Grundlage für faktenbasierte Politikgestaltung, evidenzbasierte Evaluation und eine lernende, sich weiterentwickelnde Organisation schafft. (Sektionschefin Mag. Angelika Flatz)

Die von der Politik, zusammen mit der Verwaltung, festgelegten Wirkungsziele, finden ihren spürbaren Niederschlag in den einzelnen Vorhaben und Gesetzen. Die Wirkungsorientierte Folgenabschätzung ermöglicht es zudem, dass Regelungsvorhaben effizienter, effektiver und treffsicherer zugeschnitten werden können und somit eine Entlastung für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmerinnen und Unternehmer sichergestellt werden kann.

Dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesverwaltung ist es zu verdanken, dass die Wirkungsorientierung in Österreich immer mehr Wirkung erzielt und zahlreiche Länder sich bereits das österreichische Modell zum Vorbild genommen haben.

Diese Vorbildwirkung ist jedoch zugleich Auftrag an uns, das System kontinuierlich weiterzuentwickeln, um den Nutzen für Politik, Verwaltung und Gesellschaft zu erhöhen. Hierbei zählen wir auch weiterhin auf die Unterstützung aller Stakeholderinnen und Stakeholder und insbesondere der für die einzelnen Wirkungsdimensionen fachlich verantwortlichen Ressorts. Nur durch eine beständige Zusammenarbeit aller Ressorts kann die Wirkungsorientierung ihr volles Potential ausschöpfen.

Wir im Bundeskanzleramt sehen es als unsere Pflicht, diesen Prozess zu unterstützen, die Ressorts bei der Optimierung ihrer internen Prozesse zu begleiten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung zeitgemäße Werkzeuge zur Hand zu geben, um Arbeitsprozesse zu vereinfachen. Wie auch bei der nutzerinnen- und nutzerorientierten Berichtslegung, setzen wir hier auf die Digitalisierung der Prozesse und des Berichtswesens. So wollen wir die Darstellung komplexer Inhalte vereinfachen, um eine breite und transparente Diskussion von Zielen, Regelungsvorhaben und Projekten zu ermöglichen.

Kommentar von Sektionschefin Mag. Angelika Flatz
Leiterin der Sektion III im Bundeskanzleramt – Öffentlicher Dienst und Verwaltungsinnovation